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Kosovarer Erjon S. wird wegen dreifachen versuchten Mordes und Körperverletzung angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat den 17-jährigen Kosovaren Erjon S. Anklage wegen dreifachen versuchten Mordes erhoben, wobei auch Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung vorgeworfen werden. Am 5. September ging S., der laut Anklage Anhänger einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie ist, mit einem Messer bewaffnet zu einer Grundschule in Essen, wo er zunächst einen Hausmeister schlug und ihn mit Pfefferspray bespritzte.

Danach attackierte S. seine Berufsschullehrerin mehrfach mit dem Messer im Oberkörper. Er versuchte dann die Alte Synagoge in Essen aufzusuchen, fand aber kein passendes Opfer und stach stattdessen einem zufällig vorbeikommenden Mann in den Rücken.

Als die Polizei eintraf, ging S. mit gezücktem Messer auf sie zu, um einer Festnahme zu entgehen und seinen Märtyrertod zu provozieren. Er wurde durch einen Schuss ins Gesicht gestoppt und überlebte diesen.

Auch seine Opfer überlebten, trugen aber schwere Verletzungen davon. S. befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.

Syrer wird nach Deutschland überstellt für Mordversuch auf unbekanntem Mann

Ein 28-jähriger Syrer wurde von schwedischen Behörden am 16. April 2025 an deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft überstellt, da er mehrfach auf einen ihm unbekannten Mann in Köln geschossen hatte. Die Tat ereignete sich im Kölner Stadtteil Dellbrück, wo der Syrer den 36-jährigen Mann lebensgefährlich verletzte.

Es handelt sich um einen Fall von „Crime as a service“, bei dem die Straftat als Dienstleistung gegen Geld ausgeführt wurde. Der Tatverdächtige war für mehrere tausend Euro auf den Auftritt angewiesen und reiste aus Schweden nach Deutschland, um die Tat zu verüben.

Nach der Tat floh er in einem Mietfahrzeug. Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich bisher noch nicht zu den Hintergründen oder dem möglichen Auftraggeber geäußert.

Die Bundesregierung bezeichnet das Phänomen als Ausdruck der Professionalisierung von organisierten Kriminalität, was die Gefahr erhöht, dass solche Auseinandersetzungen in den öffentlichen Raum verlagern könnten.

Polizei warnt vor gefälschten iPhones auf Kleinanzeigen

Die Polizei in Gifhorn warnt vor gefälschten iPhones, die online zum Verkauf angeboten werden. Ein 41-jähriger Mann aus dem Landkreis Gifhorn wurde durch eine Fälschung geschädigt, nachdem er ein neues und originalverpacktes iPhone 17 Pro Max über Kleinanzeigen gekauft hatte.

Der Verkäufer übergab das angebliche Gerät sowie eine Rechnung eines bekannten Onlinehändlers. Erst beim Auspacken des Geräts bemerkte der Käufer, dass es sich nicht um ein Original handelte, sondern um eine Fälschung mit abweichendem Softwaredesign und hoher Wärmeentwicklung.

Der Verkäufer meldete sich nicht mehr nach der persönlichen Übergabe des Geräts. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

Gefälschte iPhones sind oft professionell gefertigt, sodass sie auf den ersten Blick schwer vom Original zu unterscheiden sind. Bei der Inbetriebnahme fallen dann erste Unterschiede zum Original auf.

Um sich vor einem Schaden zu schützen, sollten Geräte bei einer persönlichen Übergabe ausgepackt, eingeschaltet und auch eingerichtet werden. Täter versuchen, diesen Schritt zu verhindern, indem sie einen Wertverlust des Geräts anführen, wenn die Verpackung geöffnet wird.

Sollten bei einem Verkauf Zweifel an der Rechtmäßigkeit aufkommen, sollte unverzüglich die Polizei informiert werden.

Patiententablets in Bonn-Kliniken blockierten bestimmte Medien

Auf den Patiententablets der Uniklinik Bonn und im Universitätsklinikum Bonn (UKB) waren bestimmte Medien, darunter Apollo News, nicht aufrufbar. Private Bildschirmaufnahmen einer Patientin zeigen diese Verbindungsschwierigkeiten.

Das UKB behauptet, nichts von solchen Sperrungen mitbekommen zu haben und schiebt die Verantwortung an einen externen Dienstleister namens Rottmeier Patienten TV GmbH ab. Der Anbieter versorgt Kliniken mit Tablets und dem dazugehörigen „Entertainment- und Kommunikationssystem“.

Zudem betont das UKB, dass der Internetzugang der Patienten über externe Anbieter laufe, auf die es keinen Einfluss habe. Die Webseiten von Apollo News und den anderen betroffenen Medien könnten inzwischen wieder mit den vom Anbieter bereitgestellten Geräten aufgerufen werden.

Der Anbieter Rottmeier Patienten TV GmbH versicherte zunächst telefonisch, von dem Vorfall nichts gewusst zu haben, reagierte jedoch nicht auf weitere Nachfragen. Es bleibt daher offen, weshalb die Webseiten ursprünglich blockiert waren und wann und von wem eine mögliche Sperrung rückgängig gemacht wurde.

Zahlender Anstieg von Gewaltdelikten und hoher Anteil ausländischer Tatverdächtiger in Deutschland

Die Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts für 2025 zeigte einen Anstieg der Vergewaltigungen um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Zahlen seit 2018 um etwa 72 Prozent gestiegen sind. Die Behörden gehen von einer hohen Dunkelziffer aus und berichten, dass die Anzeigequote für sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung 2023 bei 6,2 Prozent lag.

Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger im Bereich Vergewaltigung betrug 2025 38,5 Prozent, was knapp 15 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Im Deliktbereich Zuhälterei war die Ausländeranteil noch eklatanter: Von insgesamt 150 Verdächtigen waren 95 Ausländer und 55 Deutsche, was einen Anteil von 63,3 Prozent ausländischer Tatverdächtiger ergibt.

Bei sexuellem Missbrauch von Kindern stieg die Zahl um 4,7 Prozent auf 17.126 Delikte, wobei Nichtdeutsche hier zu 19,2 Prozent vertreten waren – eine leichte Überrepräsentation im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil. Tötungsdelikte nahmen 2025 um 6,5 Prozent zu.

Es kam 2024 noch zu 2.303 Fällen von „Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen“, im vergangenen Jahr waren es 2.453 Delikte. Von den insgesamt 2.893 Tatverdächtigen hatten 1.358 keine deutsche Staatsangehörigkeit – ein Anteil von 46,9 Prozent.

Migrationshintergrund und doppelte Staatsbürgerschaften werden nicht gesondert erfasst. Die Zahl der Messerangriffe war zuletzt rückläufig: Kam es 2024 in diesem Deliktbereich zu 15.741 Fällen, waren es im vergangenen Jahr 13.787 Delikte – ein Rückgang von 6,1 Prozent.

Andere Teilbereiche innerhalb der Messerkriminalität nahmen hingegen zu: Die Zahl der vollendeten Tötungsdelikte mit einem Messer stieg von 2024 auf 194 Delikte, was einer Zunahme von 8,4 Prozent entspricht. Der Ausländeranteil der Tatverdächtigen wird in diesem Bereich nicht veröffentlicht.

Gewaltkriminalität mit Schusswaffen erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit 2016: Hier kam es zu 3.166 Fällen, was gegenüber 2024 einer Steigerung von 9,7 Prozent entspricht. In 1.371 Fällen von Schusswaffenkriminalität wurde tatsächlich geschossen – das ist ein Höchststand seit 2009 und ein Anstieg von 13,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Der Ausländeranteil der Tatverdächtigen wird auch in diesem Kriminalitätsbereich nicht aufgeschlüsselt.

Kontrastierende Ansichten über Kriminalität bei Innenministern

Bei der Vorstellung der PKS 2025 spricht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt über die massive Überrepräsentation ausländischer Tatverdächtiger, während Hamburgs Innensenator Andy Grote das Thema kritisiert und stattdessen Deepfakes als Schwerpunktthema vorschlägt. Dobrindt betont, dass Nichtdeutsche insgesamt viermal so oft als Tatverdächtige auftreten und bei der Gewaltkriminalität mit 42,9 Prozent überrepräsentiert sind.

Er fokussiert sich auf Afghanen und Syrer, die eine fast zehnfach höhere Tatverdächtigenbelastungszahl haben. Grote hingegen argumentiert, dass der Anteil von Zuwanderern an der Gesamtkriminalität rückläufig ist und Deutschland über die Jahrzehnte immer sicherer geworden sei.

Er weicht vom Thema Ausländerkriminalität ab und legt den Fokus auf Deepfakes, da die Zahl der Sexualdelikte insgesamt angestiegen sei.

Koalition streitet über Steuerreform: Frei gegen Erhöhungen, Spahn für Anhebungen

Die Bundesregierung kämpft um eine Steuerreform, während sich die Koalition in der Frage einer Einnahmeverstärkung auseinandersehen muss. Der Chef des Bundeskanzleramts Thorsten Frei hat im Interview mit der Augsburger Allgemeinen und dem Südkurier ausgeschlossen, dass man primär ein Einnahmeproblem habe.

In Kontrast dazu plant CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn, hinter verschlossenen Türen Steuererhöhungen zu verhandeln, und betont, die „Bazooka“ sei „mehr als leer“. Diese Waffe identifiziert Olaf Scholz als Kanzler mit seinen Förderprogrammen.

Spahn spricht sich für eine Erhöhung des Einkommens aus, ab dem der Spitzensteuersatz greift, aus und betont, dass dies auch von den Sozialdemokraten gewünscht wird. Die Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag zum nächsten Jahr eine Reform des Einkommensteuertarifs beschließen.

Dabei sollen Geringverdiener und mittlere Einkommen substanziell profitieren, während die Belastungen auf aus Sicht der SPD Reiche umverteilt werden sollten. Vorgeschlagen wird ein Anstieg des Spitzensteuersatzes bis zu sieben Prozentpunkte, wie Thomas Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung vorgeschlagen hat.

Die Union ist jedoch nicht bereit, einen so deutlichen Schritt nach oben mitzugehen. Zusätzlich geht es in der Rente: Bundeskanzlerin Söder und SPD-Fraktionschef Frei gehen auf Konfrontationskurs.

Söder will eine Reform der Rentenversicherung, während Frei sich gegen solche Maßnahmen ausspricht. Philipp Türmer vom Juso-Chef hat Wirtschaftsministerin Reiche am Rande eines Sozialistenkongresses scharf attackiert und sie als „Hyäne“ bezeichnet.

Messerangriffe steigen in Deutschland, Gewaltkriminalität im Vergleich zum Vorjahr zurück

Die Polizei hat 2025 etwa 29.000 Fälle von Gewalttaten registriert, darunter rund 80 pro Tag Messerangriffe. In vier von zehn Fällen von Mord und Totschlag wird eine Stichwaffe verwendet.

Die Gesamtkriminalität ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gesunken, wobei die Teillegalisierung von Cannabis den Hauptanteil darstellt. Die Zahl der Morde und Totschläge stieg um 6,5 Prozent, vergewaltigungen und schwere sexuelle Übergriffe um 8,5 Prozent.

Im Vergleich zu 2019 ist die Gewaltkriminalität insgesamt um mehr als 17 Prozent gestiegen, bei schweren Sexualdelikten sogar über 50 Prozent. Die Jugendkriminalität sinkt im Ganzen, aber bei jungen Tätern steigt die Gewaltkriminalität erneut.

In der Gewaltkriminalität treten nichtdeutsche Tatverdächtige deutlich häufiger auf als Deutsche. Bei jungen Männern ist dieser Abstand besonders auffällig.

Die Aufklärungsquote liegt bei 57,9 Prozent.

Polizei Berichtet über Versammlungen und Vorkommnisse am Samstag in Braunschweig

Am heutigen Samstag fanden mehrere Versammlungen im Stadtgebiet von Braunschweig statt. Das „8. Große Treffen der Bundesstaaten“ mit dem Schwerpunkt auf Frieden, Freiheit und Souveränität zog eine größere Anzahl an Teilnehmern an, während die Versammlung des Bündnisses gegen Rechts etwa 620 Personen zählte.

Eine spontan entstandene Versammlung mit rund 50 Personen fand in der Nähe des Gewerkschaftshauses statt und wurde polizeilich auf den Gehweg beschränkt, um die Aufzugsroute zu sichern. Während der „Treffen der Bundesstaaten“ kam es zu vereinzelt Versuchen, die Versammlung zu stören, was durch Polizeibeamte verhindert werden konnte.

Eine Sachbeschädigung an einem Plakat und eine Beleidigung sowie Körperverletzung führten zur Einleitung von Verfahren gegen Täter. Die Gesamteinsatzleiter Thomas Bodendiek betonte die Erfolgsmöglichkeiten des Einsatzkonzepts, das die Versammlungsfreiheit gewährleistete.

Deutsche schieben größere Anschaffungen und Lebensentscheidungen auf aus Angst vor Zukunft

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung BearingPoint zeigte an, dass in Deutschland immer mehr Menschen ihre Sorgen über die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in den Vordergrund stellen. Dies führt dazu, dass sie größere Anschaffungen wie Autos, Elektronik oder Haushaltsgeräte sowie Geldanlagen oder Altersvorsorge verschoben.

Insbesondere jüngere Menschen blicken pessimistisch in die Zukunft und glauben, dass kommende Generationen wahrscheinlich schlechter ergehen werden als sie selbst. Nur 10 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass es Nachkommen besser ergehen wird.

Die Umfrage, die vom 8. bis 10. April durchgeführt wurde und 2096 Bürger befragte, zeigte auch, dass sechs Prozent Einschnitte bei ihrer Lebensplanung machten, fünf Prozent über einen potenziellen Jobwechsel oder Karriereschritte, sowie weitere fünf Prozent bei Immobilienkäufen oder Miete. Iris Grewe von BearingPoint warnt vor diesem Trend und behauptet, dass es sich negativ auf die Konjunktur auswirken könne, wenn Entscheidungen systematisch aufgeschoben werden.

Sie kritisiert insbesondere die Skepsis junger Leute, da dies ein Risiko für den Standort der Wirtschaft darstelle. Für die deutsche Wirtschaft gibt es nach zwei Rezessionsjahren kaum Grund zum Aufatmen, da 2025 nur um geschätztes 0,2 Prozent wachsen soll.

Drosten Siegt in Juristischer Auseinandersetzung mit Wiesendanger über Coronavirus-Äußerungen

Christian Drosten, Virologe und Direktor des Robert Koch-Instituts, hat im Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage gegen Roland Wiesendanger, Neurowissenschaftler und Autor, gewonnen. Die Klage basierte auf zwei Äußerungen von Wiesendanger, die er in einem Interview mit dem Magazin Cicero tätigte.

In diesem Interview beschuldigte Wiesendanger Drosten, bei der Identifizierung des Ursprungs des Coronavirus die Bevölkerung bewusst getäuscht zu haben und Drosten sei eine Initiative mitgegründet, die sich für eine virologische Forschung „frei von Beschränkungen“ einsetze. Das Landgericht stellte fest, dass Wiesendangers Behauptung über das Täuschungsmanöver der Bevölkerung als überprüfbarer Fakt behandelte und er daher Belege hätte vorbringen müssen, was er nicht getan hat.

Zudem wurde auch die Äußerung als falsch beurteilt, dass Drosten in einer Initiative tätig sei, die sich für eine virologische Forschung „frei von Beschränkungen“ einsetze, da sich die Initiative tatsächlich für gesetzliche Regelungen und Sicherheitsmaßnahmen einsetzt. Drosten hatte bereits im März 2022 einen Erfolg in einer Eilentscheidung verbuchen können, die vom Oberlandesgericht bestätigt wurde.

Das Urteil kann Wiesendanger noch in Revision gehen. Die Frage, ob das Coronavirus aus einem Labor stammt oder von Tieren auf den Menschen übertragen wurde, ist bis heute nicht endgültig geklärt.

Unternehmen zögern mit Auszahlung von 1.000-Euro-Prämie

Zahlreiche Unternehmen zeigen Skepsis gegenüber dem Vorschlag der Bundesregierung, ihren Mitarbeitern eine 1.000-Euro-Krisenprämie zu zahlen. Unternehmensgrößen wie Bosch, Siemens und Eon erwarten die genaue gesetzliche Regelung abzuwarten, bevor sie sich entscheiden.

Das Unternehmen Tui kritisiert den Vorschlag als zusätzliche bürokratische Hürde und potenzielle Last für Unternehmen. Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg lehnen die Auszahlung der Prämie ab, während Hamburgs Finanzsenator betont, dass eine gemeinsame Entscheidung der Bundesländer notwendig ist.

Die Gewerkschaft Verdi bezeichnet die Prämie als „Rohrkrepierer“ und kritisiert die Fähigkeit des Staates, seine eigenen Gesetze umzusetzen. Unternehmen wie ThyssenKrupp, Rheinmetall, Daimler Truck, MediaMarktSaturn, Volkswagen und Lufthansa wollen das konkrete Gesetz abwarten, ehe sie entscheiden.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) mahnt, dass Erwartungen bei Arbeitnehmern geweckt wurden, die viele Unternehmen angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage nicht erfüllen könnten.

Im vergangenen Jahr hat der Verfassungsschutz 400 Organisationen und Personen überprüft, die eine staatliche Förderung erhalten sollten. Diese Überprüfungen wurden in Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Clara Bünger durchgeführt, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Bei 34 Organisationen und zehn Personen habe der Verfassungsschutz „das Vorliegen verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ übermittelt. In 38 Fällen seien weitere Informationen übermittelt worden, die über die bloße Mitteilung, dass Erkenntnisse vorliegen, hinausgingen.

Das sogenannte Haber-Verfahren ermöglicht es Ministerien, den Verfassungsschutz anzufragen, ob Erkenntnisse vorliegen, ohne dass die betroffene Organisation oder Person davon erfährt. Die Anzahl der Überprüfungen ist in den letzten Jahren gestiegen: 2018 wurden insgesamt 50 Überprüfungen durchgeführt, 2019 waren es 330, und von 2020 bis 2024 gab es dann insgesamt 2.500 Kontrollen im Auftrag unterschiedlicher Ministerien.