Theaterinszenierung zu AfD-Verbot bei Thalia Hamburg löst Krise unter Mitarbeitern aus
Die Inszenierung des Stücks „Prozess gegen Deutschland“ am Thalia Theater Hamburg hat offenbar zahlreiche Mitarbeiter in eine emotionale Krise gestürzt. Seit der Uraufführung im Februar gibt es im Theater Krisensitzungen, Einzelgespräche, Aktionsgruppen und Betroffenenkreise.
Die Mitarbeiter sind besorgt, weil ein AfD-Anhänger, Feroz Khan, im Theater auftreten durfte und sich gegen ein AfD-Verbot ausgesprochen hat. Eine Theaterpädagogin, Nora Patyk, beschreibt das Szenario als „Unbehagen und Angst“ für die Thalia-Angestellten.
Die Inszenierung hat zu einer emotionalen Reaktion geführt, bei der Tränen geflossen sind, weil die Mitarbeiter glauben, dass Rechtspopulisten in ihrem Haus sitzen und dieselben Garderoben benutzen wie sie selbst. Die Krise im Thalia Theater Hamburg ist ein Zeichen dafür, dass die Grenzen zwischen Kunst und Politik immer noch nicht klar definiert sind.
Die Inszenierung hat auch zu einer Debatte über die Rolle von Rechtspopulisten in der Kunst geführt und ob sie in einem Theater wie dem Thalia Hamburg auftreten sollten. Die Krise unter den Mitarbeitern zeigt, dass die Inszenierung ein sehr sensibles Thema ist, das nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Öffentlichkeit relevant ist.
Die Frage bleibt, ob der Thalia Theater Hamburg die richtige Entscheidung getroffen hat, indem er Feroz Khan im Theater auftreten ließ. ##
