DIW-Ökonomin fordert rasche Umstellung auf grünen Wasserstoff in Industrie
Die DIW-Ökonomin Claudia Kemfert hat sich in einer ZDF-Talkshow für eine schnelle Transformation der Energieversorgung ausgesprochen, wobei sie die deutsche Industrie dringend aufforderte, von Gas auf grünen Wasserstoff umzustellen. Sie argumentierte, dass nur durch den Einsatz dieser neuen Technologie langfristig eine Überlebenschance für die deutsche Industrie bestehe.
Kemfert betonte, dass die Chemieindustrie in Deutschland weiterhin einen Platz haben könne, wenn sie sich auf grünen Wasserstoff umstellen würde, der angeblich längst verfügbar sei und jetzt zur Verfügung gestellt werden könne, wenn man es wolle. Sie kritisierte jedoch die bisherige Energiepolitik und die Transformationsbemühungen der Industrie als zu zögerlich und forderte eine frühere Umstellung auf grünen Wasserstoff.
Gegen diese Perspektive stellte Journalist Michael Bröcker in der Sendung „Degrowth-Fantasien“ ein, indem er den aktuellen Entwicklungsstand der Technologie hervorhob. Kemfert verknüpfte die Fortexistenz des Industriestandorts Deutschlands und damit des deutschen Wohlstandsmodells explizit an eine noch ungewisse Technologie.
