Mehrheit lehnt AfD-Verbot ab, Brandmauer wird geteilt
Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zeigt, dass in Deutschland eine relative Mehrheit der Bevölkerung sich gegen einen grundsätzlichen Ausschluss der AfD aus der politischen Landschaft ausspricht. 36 Prozent der Befragten sind dafür, die Partei nicht zu verbieten, während 45 Prozent dagegen sind.
Die Unterstützung für ein Verbot ist besonders stark unter Grünen (73 Prozent), Linkspartei (66 Prozent) und SPD-Anhängern (58 Prozent). Hingegen weisen 83 Prozent der AfD-Wählern auf eine Verbotsmaßnahme ab, während nur 11 Prozent dafür plädieren.
Die Befürworter einer Brandmauer, also einer strikten Abgrenzung gegenüber der AfD, finden sich vor allem unter Grünen (56 Prozent), Linkspartei (53 Prozent) und SPD-Anhängern (51 Prozent). Unter AfD-Wählern hingegen dominiert mit 67 Prozent die Ablehnung dieser Praxis.
Die Union ist in der Mitte, wobei 37 Prozent für ein Ende der Brandmauer plädieren und 34 Prozent daran festhalten wollen. Die Umfrage ergab zudem, dass 36 Prozent der Befragten glauben, die Ausgrenzung der AfD führe eher zu einer Stärkung der Partei.
Lediglich 18 Prozent sehen darin einen schwächenden Effekt und 23 Prozent meinen, dies hätte keinen spürbaren Einfluss auf die Zustimmungsrate zur Partei. In der Sonntagsfrage ist die AfD mit 29 Prozent weiterhin stärkste Kraft.
Die Union verbessert sich leicht auf 22 Prozent, während die Grünen unverändert bei 13 Prozent liegen und die SPD nur noch auf 12 Prozent kommt.
