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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin kritisiert Rentenreform
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin kritisiert Rentenreform

Die Meinungsverschiedenheit zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig um die Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission wird deutlich. Schwesig argumentiert, dass nicht alle 33 Empfehlungen „1:1 umgesetzt“ werden können und fordert stattdessen eine Diskussion mit den Ländern, Sozialpartnern und betroffenen Menschen.

Merz hingegen behauptet, dass das gesamte Reformpaket zügig umgesetzt werden muss, da man es sich nicht leisten könne, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen. Schwesig kritisiert insbesondere die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren, da sie ungerecht sei und Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, schlechter gestellt werden könnten.

Linkspartei-Politiker Gregor Gysi verdient mit Nebentätigkeiten mehr als eine Viertelmillion Euro
Linkspartei-Politiker Gregor Gysi verdient mit Nebentätigkeiten mehr als eine Viertelmillion Euro

Der Linkspartei-Politiker Gregor Gysi hat seit Beginn der Legislaturperiode rund 236.736 Euro mit Bühnenauftritten eingenommen, was ihn zu dem Bundestagsabgeordneten mit den höchsten Nebeneinkünften macht. Gysi verteidigte seine Einnahmen und betonte, dass sie seine Abgeordnetentätigkeit nicht beeinträchtigen würden.

Er räumte jedoch ein, bei 26 von 57 namentlichen Abstimmungen im Bundestag gefehlt zu haben, wobei er persönliche Gründe anführte. Die Auswertung des Spiegel und der Organisation Abgeordnetenwatch zeigte, dass kein anderer Abgeordneter so viel Geld mit Bühnenauftritten verdient.

Insgesamt haben Bundestagsabgeordnete seit Beginn der Legislaturperiode mehr als 10,6 Millionen Euro an Nebeneinkünften deklariert, wobei über ein Drittel mindestens eine bezahlte Nebentätigkeit oder geldwerte Vorteile angegeben haben. Die Grünen-Abgeordnete Ophelia Nick meldete die höchsten Nebeneinkünfte mit 2.723.720 Euro, gefolgt vom CSU-Abgeordneten Alexander Engelhard mit 1.497.046 Euro und dem AfD-Abgeordneten Sebastian Maack mit 438.617 Euro aus der Vermietung von Immobilien.

Rentenreform führt zu massiver Beitragssteigerung, widerspricht Merz
Rentenreform führt zu massiver Beitragssteigerung, widerspricht Merz

Die Rentenreform der Bundesregierung wird nicht nur die Beiträge sinken lassen, wie Friedrich Merz behauptet hat. Berechnungen der Rentenkommission deuten darauf hin, dass die Beitragssätze massiv steigen werden – noch stärker als bisher geplant.

Der Anstieg des Beitragssatzes von 18,6 Prozent auf 20,4 Prozent bis 2028 ist deutlich höher als die 19,9 Prozent nach geltender Rechtslage. Die Erhöhung des Rentenniveaus und die Dämpfung der Bundeszuschüsse sind die Hauptgründe für diese Steigerung.

Ohne Reformen würde der Bundeszuschuss auf über 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigen, was durch die Reform verhindert werden soll. Allerdings würden die Beitragssätze bis 2050 weiter ansteigen und erst in der Spitze auf 22,4 Prozent liegen, ohne jemals unter 22 Prozent zu fallen – eine Entlastung für die jüngeren Generationen ist somit verfehlt.