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Imanuel Geiss Vorschlag zur Bezeichnung des Historikerstreits
Imanuel Geiss Vorschlag zur Bezeichnung des Historikerstreits

Imanuel Geiss schlägt vor, den „Historikerstreit“ besser als „Habermas-Kontroverse“ zu bezeichnen. Dies basiert darauf, dass die in Frage stehende Kontroverse von Jürgen Habermas initiiert wurde und ihren Ursprung in einer Polemik aus dessen Feder hat, die am 11. Juli 1986 in der Wochenzeitung Die Zeit erschien.

In seinem Text „Eine Art Schadensabwicklung“ beschuldigte Habermas vier Historiker – Michael Stürmer, Andreas Hillgruber, Klaus Hildebrand und Ernst Nolte –, unter dem Deckmantel der Wissenschaft eine nationalistische Agenda voranzutreiben. Stürmer wurde für die Forderung nach einer normalen politischen Identität der Bundesrepublik nach Kriegsende kritisiert, Hillgruber für seine Betonung der tragischen Situation der Deutschen und ihre Haftungsgemeinschaft mit dem NS-Regime, Hildebrandt für seinen Wunsch, die Geschichte der Jahre 1933 bis 1945 mit denselben Verfahren zu untersuchen wie in der Historiographie üblich, und Nolte wegen seiner Zweifel an der Einmaligkeit der nationalsozialistischen Massenverbrechen.

Habermas‘ Angriff auf Nolte war besonders deutlich darin sichtbar, dass er einen Passus aus einem Beitrag Noltes zitierte: „Es ist ein auffallender Mangel der Literatur über den Nationalsozialismus“, hieß es da, „dass sie nicht weiß oder nicht wahrhaben will, in welchem Ausmaß all dasjenige, was die Nationalsozialisten später taten, mit alleiniger Ausnahme des technischen Vorgangs der Vergasung, in einer umfangreichen Literatur der frühen zwanziger Jahre bereits beschrieben war (…) Vollbrachten die Nationalsozialisten, vollbrachte Hitler eine ‘asiatische’ Tat vielleicht nur deshalb, weil sie sich und ihresgleichen als potentielle oder wirkliche Opfer einer ‘asiatischen’ Tat betrachteten?“ Habermas zitierte damit einen Beitrag Noltes, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 6. Juni 1986 unter der Überschrift „Vergangenheit, die nicht vergehen will“ abgedruckt hatte, der eigentlich als Basis für einen Vortrag bei den Frankfurter Römerberggesprächen gedacht war, aber kurzfristig wieder ausgeladen wurde.

Verfolgungsjagd auf Reporter bei Anti-AfD-Kundgebung in Erfurt
Verfolgungsjagd auf Reporter bei Anti-AfD-Kundgebung in Erfurt

Eine unveröffentlichte Videoaufnahme, die vom Tagesspiegel veröffentlicht wurde, zeigt, dass während eines brutalen Angriffs auf Reporter von Apollo News auch eine Anti-AfD-Kundgebung am Gothaer Platz in Erfurt Stimmung machte und die Polizei forderte. Der Sprecher der Kundgebung rief jedoch nicht zur Deeskalation auf, sondern stachelte die Menge an, indem er einen „Faschisten“ unter den Reportern vermutete.

Die Aufnahme wurde von Stefanie Witte, der stellvertretenden Leiterin des Tagesspiegel-Hauptstadtbüros, gefilmt und zeigt, dass sie zur Tatzeit unweit des Ausgangspunkts der Verfolgungsjagd ebenfalls als Reporterin auf dem Gothaer Platz unterwegs war. Die Videoaufnahme dokumentiert die gleichzeitige Hetzjagd auf Apollo News-Reporter und den Versuch, die Polizei für die Deeskalation zu gewinnen – jedoch nicht gegen den aggressiven Mob, sondern gegen die vermeintlichen „Faschisten“.

Leipzig: E-Autos gebrannt; Polizei geht von Brandstiftung aus
Leipzig: E-Autos gebrannt; Polizei geht von Brandstiftung aus

In Leipzig haben in der Nacht erneut zwei Elektrofahrzeuge (E-Autos) im Stadtteil Leipziger Südvorstadt gebrannt. Das Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement war betroffen, wobei ein drittes Fahrzeug schwer beschädigt wurde.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat die Ermittlungen an das Landeskriminalamt übergeben. Der Schaden ist noch nicht bezifferbar.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein, bei denen bereits im April vier Elektroautos der Leipziger Stadtwerke angezündet wurden und der Schaden auf rund 200.000 Euro geschätzt wurde. Ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene hatte damals die Tat erklärt, indem es eine politische Motivation hervorhob: Die Täter wollten den Ausbau von Leipzig zum Rüstungsstandort verhindern.

Die Polizei in Leipzig nimmt auch im aktuellen Fall eine politische Motivation zur Brandstiftung vor. Sie ermittelt zunächst wegen vorsätzlicher Brandstiftung und hat die Ermittlungen an das Landeskriminalamt weitergeleitet, da es sich um einen schwerwiegenden Tatbestand handelt.

In der Vergangenheit haben Täter aus der linksextremen Szene bereits mehrfach auf Elektroautos angewiesen, um ihre politischen Ansichten zu vermitteln und eine Aufrüstung der Bundesrepublik zu verhindern. Diese Sabotageaktionen sind ein weiteres Beispiel für die zunehmende Aktivität dieser Gruppen in Leipzig.