Nach Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ist nun auch Bundesdigitalminister Karsten Wildberger durch Recherchen als KI-Abhängiger nachgewiesen. Sein Gastbeitrag für das Handelsblatt soll zu 99 Prozent von KI erstellt worden sein, wobei die Analyse der Software Pangram eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür feststellte.

Laut einer Recherche der Zeit besteht dieser Text sowie weitere seiner Reden und Beiträge größtenteils aus KI-generiertem Material, das mithilfe von Chatbots erstellt wurde. Besonders auffällig sei ein im April erschienener Handelsblatt-Text, bei dem 99,3 Prozent des Inhalts sehr wahrscheinlich KI-generiert sind.

Ein weiterer Beleg für die Verwendung von KI ist eine Rede vor dem Atlantic Council aus dem vergangenen Sommer, die vollständig KI-generiert sein soll. Das Digitalministerium bestätigte diese Information und fügte hinzu, dass der Verantwortliche am Ende immer noch prüfen, ändern und entscheiden müsse.

Wildberger ist damit der zweite prominente Politiker, dem durch Recherchen die Verwendung von KI zur Erstellung von Texten und Reden nachgewiesen werden konnte. Vor ihm wurde erst vergangene Woche durch die Magdeburger Volksstimme öffentlich, dass Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt für einen Gastbeitrag in der Welt KI verwendet hat.