Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in einem Podcast für einen neuen Ansatz im Umgang mit der Alternative für Deutschland (AfD) geworben. Er argumentiert, dass eine „Brandmauer“ zur AfD zwar notwendig sei, aber die Partei könne über klar definierte rote Linien politisch eingebunden oder verändert werden.
Steinbrück stellt sich gegen das bisherige Vorgehen, jede politische Kooperation mit der AfD jenseits strikter Abgrenzung auszuschließen. Er fordert stattdessen eine „konditionierte Gesprächsbereitschaft“ und den Einsatz von roten Linien als Instrument, um die AfD in Richtung rechtskonservativer Positionen zu verändern.
Zudem lehnt er ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab, da dies Wähler aus dem politischen Prozess ausschließen und sie möglicherweise kriminalisieren würde. Stattdessen schlägt Steinbrück vor, einzelnen AfD-Vertretern das passive Wahlrecht zu entziehen, als Beispiel nennt er den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke.
