Der Artikel analysiert die Veränderung der Haltung deutscher Politiker in Bezug auf ihre Macht. Während früherer Spitzenpolitiker wie Helmut Kohl eine gewisse Demut und Zurückhaltung zeigten, sind moderne Politiker wie Friedrich Merz empfindlich und bereit, kritische Bürger mit Anzeigen zu verfolgen.

In den letzten fünf Jahren hat Merz Hunderte von Strafanträgen gestellt, nicht wegen schwerwiegender Vergehen, sondern wegen Beleidigungen in sozialen Medien. Dies unterstreicht die zunehmende Sensibilität der Politiker gegenüber Kritik und ihre Bereitschaft, rechtliche Mittel einzusetzen, um sich zu schützen.

Gleichzeitig wird betont, dass Politiker eine unvergleichliche Macht besitzen, die von ihnen verantwortlich genutzt werden sollte, um eine kritische Gesellschaft zu fördern und ein demokratisches System zu stärken. Helmut Kohl zitierte als Beispiel für das Selbstverständnis eines führenden Politikers: „Wer in der Politik an der Spitze steht, ist wie der Hahn auf dem Kirchturm.

Jeder Wind, jeder Sturm umweht ihn, das muss man aushalten.“ Diese Worte spiegeln die frühere Einstellung wider, während sie heute als Vergleich zur aktuellen Situation dienen.