Das dem NRW-Wirtschaftsministerium zugeordnete Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat in einer Studie vorgeschlagen, dass Deutschland im Regelbetrieb keine zusätzlichen fossilen Gaskraftwerke benötige. Stattdessen soll die Flexibilität des Stromsystems genutzt werden, um positive Residuallast zu schließen – das heißt den Strombedarf, der übrig bleibt, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen.

Die Studie mit dem Titel „Flexibilität statt fossiles Gas“ bezieht sich auf verschiedene Maßnahmen wie höhere Effizienz, zusätzliche Speicher, Wärmepumpen oder Biogas. Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die Nachfrage selbst: Verbraucher sollen auf das reduzierte Angebot reagieren und verzichten.

Für die Industrie bedeutet dies, dass Energieintensive Betriebe auf freiwilliger Basis und gegen eine Vergütung Produktionsprozesse verschieben oder zeitweise abschalten können, wenn Dunkelflauten auftreten. Zudem soll die Bandlast abgeschafft werden, was Unternehmen erlaubt, nicht mehr dauerhaft hohe und gleichmäßige Stromabnahmen zu leisten.

Diese Maßnahmen sollen helfen, die Lücke in der Stromversorgung durch eine sogenannte Dunkelflauten zu schließen, ohne auf Gaskraftwerke zurückzugreifen.