Ungarns neuer Premierminister Péter Magyar hat sich in einem Interview mit der FAZ über seinen Vorgänger Viktor Orbán geäußert. Während er Kritik an dessen Regierungspolitik und den Differenzen zum langjährigen Regierungschef betonte, verteidigte er die hartnäckige Migrationspolitik von Orbán, insbesondere das Grenzregime.
Magyar argumentierte, dass Orbán 2015 recht gehabt habe, als die Migrationskrise begann, und dass viele Mitgliedsstaaten inzwischen erkannt hätten, dass sie damals falsche Entscheidungen getroffen hatten. Er betonte weiterhin, dass Ungarn keine illegalen Migranten übernehmen werde und dass es sich um eine „Lehre für Europa“ handele, die Sicherheit der Menschen zu schützen.
Zudem zeigte Magyar Interesse an einer besseren Beziehung zur Europäischen Union, indem er betonte, dass man sich verstehen und überzeugen sollte, anstatt Brüssel zu besiegen. Er unterstrich jedoch, dass Ungarn seine Schmerzensgrenzen kennt und sie respektiert.
Magyar kritisierte auch die neuen europäischen Migrationsregeln, die Ungarn verpflichten, Asylbewerber zunächst aufzunehmen, und betonte, dass Ungarn keine illegalen Migranten übernehmen werde. Er weigerte sich jedoch, Strafen dafür zu zahlen, was er als unakzeptabel ansah.
Zusammenfassend lässt Magyar erkennen, dass er eine kontinuierliche strenge Politik bei der illegalen Migration führen wird und dass Ungarn weiterhin die Außengrenzen Europas schützen will.
