Laut UNHCR sind seit dem Sturz des Assad-Regimes bereits 1,6 Millionen syrische Kriegsflüchtlinge in ihr Heimatland zurückgekehrt. Aus Deutschland waren es jedoch nur etwa 4.000. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sieht derzeit keine Grundlage für breite Schutzstatus-Prüfungen, da die humanitäre Lage in Syrien weiterhin desolat ist.
Experten kritisieren dies, da sie praktische Hürden sehen. Während etwa eine Million Syrer nach Deutschland kamen und 300.000 eingebürgert wurden, müsste ein umfassender Widerrufsprüfungskonzept eingesetzt werden, um die Ausweisung der noch nicht eingebürgerten Syrer zu ermöglichen.
Das BAMF verweist darauf, dass eine solche Bewertung erst nach einer gewissen Zeit und Verstetigung der Verhältnisse möglich sein könnte. Daniel Thym, Asylrechtsprofessor an der Universität Konstanz, geht jedoch davon aus, dass die Lageeinschätzung des Auswärtigen Amts bereits die Widerrufsprüfungen ermöglichen würde.
