Bei der DGB-Mai-Kundgebung in Duisburg hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ihre eigene Regierung scharf kritisiert, während Finanzminister Lars Klingbeil deutlich gemäßigtere Töne anlegte. Bas beschwor die „Arbeiterbewegung“ und den Tag der Arbeit als „Kampftag“, um die Bedeutung sozialer Rechte zu betonen.

Sie forderte einen staatlichen „Plan“ für Unternehmen, um Industrieland zu bleiben, und lehnte eine Streichung des Ersten Mai-Feiertags ab. Bas kritisierte ihre Kollegin Katherina Reiche im Wirtschafts- und Energieressort, die sie als wenig aktiv in der Wirtschaftspolitik bezeichnete.

Im Gegensatz dazu rief Klingbeil Sicherheit für Menschen in der Krise und den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie eine preiswertere Lebensweise zu.