Eduard Mörike’s berühmte Dichtung „Es ist doch im April fürwahr“ spiegelt die Erwartungen an den Frühling wider, der oft mit wärmender Sonne und dem speziellen Geruch der aufwärmenenden Luft gekennzeichnet ist. Der Mai, der häufig als der schönste Monat des Jahres wahrgenommen wird, hat seit Jahrtausenden Feste und Rituale zur Feier des Übergangs vom Winter zum Frühling.

Im deutschsprachigen Raum gibt es verschiedene Traditionen wie den Maibaum, der in ländlichen Gegenden groß und zentral aufgestellt wird, umgeben von Tanz, Musik und Feiern. In alpinen Regionen findet das Maibaumkraxeln statt, bei dem junge Männer den Stamm des Baumes hinaufklettern, um die Bewunderung der Umstehenden zu ernten.

Im Rheinland, im Saarland, dem Bergischen Land sowie in Teilen Bayerns wie Franken und Oberbayern wird die Tradition der Liebesmaien gepflegt, bei der junge Männer am Wohnhaus ihrer Angebeteten einen Maibaum aufstellen, um anschließend mit einer Einladung zum Essen belohnt zu werden. Besonders zelebriert wird die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, auch bekannt als „Tanz in den Mai“, bei der Nachtclubs in großen Städten Parties anbieten, oft mit vergünstigtem Eintrittspreis oder besonderen Themen.

Diese Feste und Rituale sind Zeugen einer langen Tradition der Feier des Frühlings und der Liebe.