Ab Montag werden in der Landeshauptstadt Dahme-Spreewald Patienten, die einen Rettungswagen benötigen, selbst für den Einsatz bezahlen müssen. Dies ist das Ergebnis gescheiterter Gespräche zwischen dem Landkreis und den Krankenkassen über die Finanzierung der bodengebundenen Rettungsdienstleistungen.
Der parteilose Landrat Sven Herzberger kritisiert die Krankenkassen, da sie, wie er behauptet, nicht ernsthaft an einer konstruktiven Lösung interessiert waren. Der Landkreis beruft sich auf eine Gebührensatzung, die von einem Gutachter empfohlen wurde und die er umsetzen muss.
Trotz Anstrengungen des Landrates scheiterte der Kompromissvorschlag, der eine Millionenbelastung für den Landkreis bedeutet hätte. Die Patienten sind nun die Gebührenschuldner und verpflichtet, die Kosten zu begleichen; sie können die Rechnungen bei ihrer Krankenkasse einreichen, sollten diese jedoch nicht oder nur teilweise die Kosten übernehmen, bleiben die Patienten auf den Kosten sitzen.
Der Streit um die Finanzierung von Rettungswageneinsätzen zwischen den brandenburgischen Landkreisen und den Krankenkassen schwelt seit Monaten, und das brandenburgische Gesundheitsministerium versucht, eine Lösung zu finden.
