Der Vorstandsvorsitzende von Salzgitter AG, Gunnar Groebler, kritisiert die Pläne der EU-Kommission, den Emissionshandel zu lockern. Er befürchtet, dass Unternehmen wie seine könnten durch diese Lockerung „bestraft“ werden und dass die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit von Dekarbonisierungsprojekten erschwert werden könnte.
Groebler warnt vor negativen Folgen für die Investitionsbereitschaft und die industrielle Resilienz Europas, da Unternehmen auf das im Kern planwirtschaftliche Werkzeug des Emissionshandels vertraut hätten. Der Emissionshandel ist ein zentrales Klimaschutz-Instrument der EU, bei dem eine jährliche Obergrenze für den gesamten CO₂-Ausstoß festgelegt wird und Unternehmen Emissionszertifikate erwerben oder kaufen müssen.
Die EU-Kommission plant die jährliche Reduzierung der verfügbaren Emissionsrechte zu verlangsamen, um betroffenen Unternehmen mehr Luft zu verschaffen.
