Search for:
AfD-Führung fordert Bedingungen für Minderheitsregierung

Während der aktuelle Regierungskrise zunehmend Stimmen für eine unionsgeführte Minderheitsregierung laut werden, erklärt die AfD-Chefin Alice Weidel gegenüber The Pioneer, dass ihre Partei unter bestimmten Bedingungen eine solche Regierung unterstützen würde. Weidel fordert als erste Bedingung den Rücktritt von Friedrich Merz als Bundeskanzler und kritisiert dessen bisherige Ablehnung einer Minderheitsregierung.

Zudem verlangt sie eine klare Migrationswende mit einem Migrationsmoratorium, der Abschiebung aller ausreisepflichtigen Ausländer sowie die Abkehr von der Energiewende, einschließlich dem Neubau und Wiederbetrieb alter Kernkraftwerke. Als dritte Bedingung fordert sie die Abschaffung der CO2-Bepreisung.

In einem Gegengruß warnt Altkanzler Olaf Scholz in einem Beitrag für die Zeit vor einer solchen Regierungskonstellation, da eine Rechts-außen-Partei wie die AfD das langfristig zu einer Koalition führen könnte. Scholz fordert unverzüglich ein Ende der Debatte über eine Minderheitsregierung.

Zusätzlich erwähnt der Artikel einen Antrag der Grünen-Fraktion in Sachsen, bei dem Stimmen von AfD und BSW angenommen wurden, was durch „sofortige Abstimmungswiederholungen“ verhindert werden könnte.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund Pläne für Regierungsübernahme in Magdeburg

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat angekündigt, im Falle einer Regierungsübernahme nicht nur Minister und Staatssekretäre sowie deren Stäbe auszutauschen. Auch Spitzenbeamte müssten dann ihre Posten verlassen, wobei eine Zahl von 150 bis 200 Stellen realistisch sei, lautete seine Aussage an die Mitteldeutsche Zeitung.

Gleichzeitig betonte Siegmund, dass die AfD seiner Erfahrung nach „auf viele Abteilungs- und Referatsleiter“ in den Ministerien setzen könne, fügte aber hinzu: „Wenn jedoch versucht werden sollte, unsere Arbeit aktiv zu blockieren, müssen wir natürlich Maßnahmen ergreifen.“ Der AfD-Spitzenkandidat zeigte sich aber auch versöhnlich und reichte jedem die Hand, egal welcher politischen Couleur. Er betonte, dass große Teile der mittleren Ebene nicht politisch besetzt seien.

Beim Austausch der Spitzenbeamten hat die AfD nicht nur die Ministerien im Visier: „Unser Blick richtet sich natürlich nicht nur auf die Landesverwaltung, sondern auch auf landeseigene Gesellschaften“, sagte Siegmund. Ganz abschaffen wolle er beispielsweise die Landesenergieagentur.

Weniger als vier Monate vor der Landtagswahl am 6. September liegt die AfD in Umfragen deutlich vorn, mit einer Wahlabsicht von 42 Prozent gemessen (die JF berichtete). Die CDU kommt lediglich auf 24 Prozent.

Gemeinsam mit SPD und Linken würde sie allerdings auf einen Prozentpunkt mehr kommen als die AfD allein und will dann eine neue Regierung ohne die AfD bilden.

ZDF-Satirikerinkritik an AfD-Wahlabsichten in Sachsen-Anhalt

Die ZDF-Satirikerin Sarah Bosetti kritisierte in ihrer Sendung „Bosetti will reden“ die Wahlbereitschaft der Bürger in Sachsen-Anhalt für die AfD, indem sie behauptete, diese zeige an, dass das menschliche Handeln zu doof sei für die Demokratie. Bosetti argumentierte, dass wählen für die AfD „moralisch so mittel“ und „einfach dumm“ sei, besonders wenn man kein reicher, weißer Nazi ist – mit Betonung auf reich.

Sie nannte als Beispiel die von der AfD-Sachsen-Anhalt geforderte Abschaffung der Schulpflicht, da diese soziale Ungleichheit verschärfen würde und den Bildungsabschluss hauptsächlich von den Einkommen der Eltern abhängig machen würde. Bosetti kritisierte zudem die AfD für ihre emotionalisierte Bildungspolitik und ihre Markierung des staatlichen Unterrichts als Feindbild.

Zusätzlich warf sie der Partei vor, durch Heimunterricht den wirtschaftlichen Status quo zu verfestigen, da dies Frauen öfter als Männer betreffen würde. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zeigte, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mit 42 Prozent deutlich vorspringt, gefolgt von der CDU mit 24 Prozent, knapp vier Monate vor den Landtagswahlen.

Bosettis Kritik zielt also nicht nur auf die Wahlabsichten der AfD, sondern auch auf ihre politischen Strategien und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Bildung.

Taxifahrer in Hollage verletzt nach Auseinandersetzung mit Fahrgast

In der Nacht zu Freitag kam es in Hollage zur Körperverletzung eines Taxifahrers durch einen unbekannten Fahrgast. Die Taxifahrt begann gegen 00:15 Uhr vom Heger-Tor-Wall nach Hollage, verlief ohne Besonderheiten bis zur Einmündung der Adenauerallee in Hollage.

Der Mann wollte aussteigen und nur einen Teil des Fahrpreises zahlen, was zu einer Auseinandersetzung führte. Der Taxifahrer wurde getreten und ins Boden gestoßen.

Er verfolgte den Flüchtigen, der sich zur Bankfiliale in Richtung Fiesteler Straße flüchtete. Der unbekannte Mann wird beschrieben als männlich, etwa 40 bis 45 Jahre alt, Brillenträger mit Cappy, weißen Schuhen, blauer Hose und rot-weißem Jacken.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen zur Zusammenarbeit.

KiKa Startet Türkische Sendung für Vorschulkindern

Der öffentlich-rechtliche Sender KiKa hat seit dem 1. März eine neue Sendung auf Türkisch für Kinder ab drei Jahren eingestellt, die Teil des Programms „Kikaninchen für Alle“ ist. Die fünf türkischen Folgen sind bereits online und erweitern das Angebot an mehrsprachigen Inhalten für Vorschulkinder.

Neben den animierten Serien bietet KiKa auch eine Bastelanleitung für einen Türkranz zum Ramadan, der mit Süßigkeiten und einem Halbmond versehen ist. Das Programm widmet sich nicht nur kulturellen Themen wie dem islamischen Zuckerfest, sondern auch sozialen Fragen, wie in einer Folge der Sesamstraße, wo der LGBTQ-Aktivist Riccardo Simonetti den Text „Du bist gut, so wie du bist – es ist die Welt, die noch von gestern ist“ singt.

Die Vielfalt wird durch mehrere Beiträge unter dem Abschnitt „Akzeptanz und Offenheit“ weiter vertieft, darunter auch eine Erzählung eines fünfjährigen Kindes namens Yunus über den Ramadan.

Sudetendeutsche Tag in Brünn: Versöhnungskampf zwischen Tradition und Politik

Seit 1950 treffen sich die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer böhmischen und mährischen Heimat Vertriebenen zu Pfingsten zum Sudetendeutschen Tag. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das kulturell-folkloristische Miteinander immer versöhnlicher, mit der 2023 gespielten tschechischen Hymne und dem 2024 von einer Regierungsräte geäußerten Versprechen auf Deutsch zu sprechen.

Dieses Jahr soll das Ereignis erstmals in Brünn stattfinden, eine Aussöhnung in der alten Heimat manifestierend. Allerdings versucht die rechte tschechische Regierung unter Andrej Babiš, zum geschichtspolitischen Grabenkampf zu richten, indem sie Beneš-Dekrete hervorholen und gegen den Sudetendeutschen Tag auf tschechischem Boden kämpfen.

Diese Politik offenbart eine Tragödie: Obwohl es möglicherweise Kritik an Versöhnungskitsch gibt, verheddert sich die Regierung in unnötigen geschichtspolitischen Nickeligkeiten und behindert damit den Prozess der Wiedervereinigung.

AfD-Politikerin Anschlag: Ermittlungen übernommen, AfD-Kreisvorsitzender verurteilt Straßenterror

Nach dem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf das Haus und das Auto der 27-jährigen AfD-Politikerin Julia Gehrckens in Winsen (Luhe) hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Unbekannte hatten das Wohnhaus und das Fahrzeug mit schwarzer Farbe beschmiert, die Reifen des Autos zerstochen und auf der Garagentür den Text „Nazi“ geschrieben.

Die Polizei ermittelt auch wegen Beleidigung. AfD-Kreisvorsitzender Robert Offermann verurteilte den Angriff als linksextremen Straßenterror, während die Generation Deutschland von einem Klima sprach, in dem rechte, konservative und patriotische Menschen seit Jahren entmenschlicht, diffamiert und zur Zielscheibe erklärt würden.

Gehrckens selbst war erst am frühen Morgen über den Anschlag informiert und vertrat die Meinung, dass der Angriff auf ihren „stillen Winkel“ einen weiteren Schritt auf der Eskalationstufe darstellt. Sie kandidiert bei der Kommunalwahl im September für den Winsener Stadtrat.

Normenkontrollrat kritisiert Heizungsgesetz der schwarz-roten Bundesregierung

Der Vorsitzende des Normenkontrollrats, Lutz Goebel, hat das geplante Heizungsgesetz der schwarz-roten Bundesregierung heftig kritisiert. Er bezeichnete die neuen Regeln als „handwerklich schwach“ und „praxisfern“, wobei sie überkompliziert seien und in Teilen praktisch kaum umsetzbar.

Goebel forderte, den Entwurf und Expertenvorschläge „umfassend“ zu prüfen, da die betroffenen Eigentümer nur mit „externer Beratung“ umsetzen müssten. Das Kabinett hatte dem Entwurf der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und der Bauministerin Verena Hubertz (SPD) zugestimmt, das Biomethan- oder Bioöl-Anteil in den Gas- und Ölheizungen bis 2040 schrittweise auf 60 Prozent steigen soll.

Zudem sollen Vermieter ab 2028 die Hälfte der Kosten für Netzentgelte, den CO2-Preis und Biokraftstoffe bei einem Heizungstausch tragen müssen. Das neue Gesetz soll das durchgesetzte Gebäudeenergiegesetz entschärfen, indem die Pflicht wegfallen soll, neue Heizungen mit einem Mindestanteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien zu betreiben, was Hausbesitzer um fünf Milliarden Euro pro Jahr entlasten soll.

Grüne-Chef ruft Männer zur Kundgebung gegen Gewalt an Frauen auf

Felix Banaszak, Chef des Grünen Partei-Bundesverbands, fordert in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland die Männer zu einer Kundgebung am Vatertag auf. Die Veranstaltung soll Solidarität mit Flinta zeigen und gegen Männergewalt werben.

Banaszak betont, dass der Kampf gegen Gewalt an Frauen vor allem von Männern geführt werden muss, da sie das Problem hauptsächlich sind. Er erwartet, dass Schüler, Väter, Kollegen und sogar Bundeskanzler Friedrich Merz mitlaufen.

Die Initiative wurde nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit feministischen Protesten rund um Collien Fernandes gegründet und zählt zu ihren Unterzeichnern auch bekannte Politiker wie Ferat Koçak. Am Donnerstag, 1. Mai, beginnt die Kundgebung um 14 Uhr am Brandenburger Tor mit bis zu 1.000 erwarteten Teilnehmern.

Sie rufen auf, den Vatertag nicht mit Alkohol und sexueller Belästigung zu feiern, sondern für Solidarität mit Frauen einzustehen.

Bundesagentur für Arbeit meldet Anstieg von Leistungsmissbrauch im SGB II

Die Bundesagentur für Arbeit hat 2025 über 110.000 Fälle von tatsächlich oder mutmaßlichem Leistungsmissbrauch im Sozialgesetzbuch II erfasst, was einem Anstieg von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In 406 Fällen wurde bandenmäßiges Vorgehen festgestellt.

Die Statistik bezieht sich jedoch nur auf rund 300 der insgesamt 404 Jobcenter, da die übrigen Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft organisiert sind. Im Zuge der Reform der Grundsicherung wurde im Sommer vergangenen Jahres ein zentrales „Kompetenzcenter Leistungsmissbrauch“ in Nürnberg eingerichtet und weitere regionale Einrichtungen werden geplant.

Trotz eines unerwartet positiven Wirtschaftswachstums im ersten Quartal blieb die Anzahl der Arbeitslosen im April 2025 bei 3,008 Millionen, was einen Anstieg von 77.000 Personen gegenüber dem Vormonat bedeutet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,4 Prozent und blieb unverändert gegenüber März.

Hessischer Wirtschaftsministerium Fastenbrechen bei Verdacht auf Islamismus-Netzwerk

Im März fand im Hessischen Landtag ein Fastenbrechen statt, das von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Kaweh Mansoori organisiert wurde. Das Ereignis sollte einen Zeichen für interreligiösen Dialog setzen, aber es bestätigte stattdessen die Existenz eines regen Islamismus-Netzwerks innerhalb der SPD.

Drei Personen mit wichtiger Rolle im Deutsch-Islamischen Vereinsverband Rhein-Main (DIV) waren anwesend – Mustapha Lamjahdi, Mohamed Seddadi und Abdassamad El Yazidi. Diese sind oder waren alle in der Vergangenheit Mitglieder der SPD und haben Verbindungen zur Muslimbruderschaft und anderen extremistischen Gruppen.

Ein Beteiligter, Mustapha Lamjahdi, war bereits im Rechtsstreit mit Apollo News. Das hessische Innenministerium berichtete, dass etwa ein Drittel der DIV-Mitgliedsvereine „extremistisch oder extremistisch beeinflusst“ waren und 2019 löste sich der Verband auf.

Deutschen Gasspeicher gefährdet durch niedrigen Füllstand und hohe Gaspreise

Die aktuelle Situation der deutschen Gasspeicher ist besorgniserregend, da sie nur zu etwa 26 Prozent gefüllt sind. Dieser niedrige Füllstand wird von den großen Speicherbetreibern selbst als potenzielle Versorgungslücken im kommenden Winter angesehen.

Die Initiative Energien Speichern (INES) hat eine Szenarioanalyse veröffentlicht, die voraussagt, dass bei einem kälteren Winter wie 2010 in den Monaten Januar, Februar und März 2027 Versorgungslücken von insgesamt 20 Terawattstunden Gas auftreten könnten. An einzelnen Tagen könnte sogar mehr als 35 Prozent des deutschen Gasbedarfs nicht gedeckt werden.

Die Ursache für den niedrigen Füllstand der Gasspeicher liegt in den hohen Gaspreisen und veränderten Marktbedingungen, die Händler davon abhalten, große Mengen Gas für den kommenden Winter einzukaufen. Obwohl neue Kapazitäten bis Ende des Jahres eingekauft werden sollen – mit einem geplanten Füllstand von 76 Prozent –, erscheint dies nach Einschätzung von Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der INES, fragwürdig, da eine solche Situation nur dann ausreicht, wenn das Wetter mitspielt.

Dies deutet darauf hin, dass die Gasspeicher im kommenden Winter möglicherweise nicht ausreichend gefüllt sein werden, um den gesamten Winter zu überstehen.

Bundeskabinett beschließt neue Heizungsgesetz ohne vollständige Abkehr von „Wärmewende“

Das Bundeskabinett hat das neue Heizungsgesetz, auch als Gebäudeenergiegesetz bekannt, beschlossen. Obwohl es zentrale Verbesserungen enthält, ist keine vollständige Abkehr vom bisherigen Kurs der „Wärmewende“ zu beobachten.

Kernpunkt der Reform ist die Entfernung der Regelung, dass neu eingebaute Heizungen mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. In Zukunft können auch andere Heizungen installiert werden, was Hauseigentümern mehr Wahlfreiheit ermöglicht.

Das Betriebsverbot für Öl- und Gasheizungen ab 2045 wurde ebenfalls gestrichen. Stattdessen wird eine sogenannte „Bio-Treppe“ eingeführt: Neu installierte Heizungen müssen ab 2029 zuerst mindestens 10 Prozent mit klimafreundlichem Gas oder Öl betrieben werden, wobei der Mindestprozentsatz in drei Schritten bis 2040 auf 60 Prozent steigt.

Vermieter sollen bei fossilen Heizungen die Hälfte der „Folgekosten“ tragen – konkret die Hälfte der Netzentgelte, des CO₂-Preises und der Kosten für biogene Brennstoffe. Diese Maßnahme hat jedoch einen Haken: Die klimafreundlichen Brennstoffe sind de facto kaum verfügbar.

Zudem ist die Verfügbarkeit von Biogas oder Biomethan äußerst begrenzt, während der Endenergiebedarf für Gebäudewärme in der Größenordnung von mehreren hundert Terrawattstunden liegt. Beim „grünen Wasserstoff“ sieht es mit der Verfügbarkeit noch schlechter aus.

Die Reform des Heizungsgesetzes zielt darauf ab, Hauseigentümern und Vermietern mehr Wahlfreiheit zu geben, während gleichzeitig Versuche unternommen werden, den Übergang zu erneuerbaren Energien sanfter durchzuführen.