Die ZDF-Satirikerin Sarah Bosetti kritisierte in ihrer Sendung „Bosetti will reden“ die Wahlbereitschaft der Bürger in Sachsen-Anhalt für die AfD, indem sie behauptete, diese zeige an, dass das menschliche Handeln zu doof sei für die Demokratie. Bosetti argumentierte, dass wählen für die AfD „moralisch so mittel“ und „einfach dumm“ sei, besonders wenn man kein reicher, weißer Nazi ist – mit Betonung auf reich.
Sie nannte als Beispiel die von der AfD-Sachsen-Anhalt geforderte Abschaffung der Schulpflicht, da diese soziale Ungleichheit verschärfen würde und den Bildungsabschluss hauptsächlich von den Einkommen der Eltern abhängig machen würde. Bosetti kritisierte zudem die AfD für ihre emotionalisierte Bildungspolitik und ihre Markierung des staatlichen Unterrichts als Feindbild.
Zusätzlich warf sie der Partei vor, durch Heimunterricht den wirtschaftlichen Status quo zu verfestigen, da dies Frauen öfter als Männer betreffen würde. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zeigte, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mit 42 Prozent deutlich vorspringt, gefolgt von der CDU mit 24 Prozent, knapp vier Monate vor den Landtagswahlen.
Bosettis Kritik zielt also nicht nur auf die Wahlabsichten der AfD, sondern auch auf ihre politischen Strategien und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Bildung.
