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Kieler Zoll stößt bei Autobahnkontrolle auf umfangreichen Drogenschmuggel

Am 14. April 2026, bei einer Zollkontrolle eines Fahrzeugs auf der Autobahn A7 am Rastplatz Ohe Ost, konnten Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Kiel insgesamt zehn Kilogramm Amphetamin, ein Kilogramm Kokain und jeweils zwei Kilogramm Haschisch und Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von rund 213.000 Euro sichergestellt. Die Drogen waren in verschweißten Beuteln und Päckchen aus Kunststofffolie versteckt, insbesondere in der Innenverkleidung beider Hintertüren sowie der Beifahrertür.

Die Einsatzkräfte bemerkten bereits zu Beginn der Kontrolle durch den geöffneten Fahrerfenster einen intensiven Marihuana-Geruch und baten die beiden niederländischen Insassen, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Nach reichlicher Belüftung des Fahrzeugs wurde ein Zollhundeführer mit seiner Drogen-Spürhündin „Sira“ hinzugezogen.

Die Hündin zeigte sofort durch sogenanntes Einfrieren ein deutliches Anzeigeverhalten im Bereich der hinteren Türinnenverkleidung, was darauf hinwies, dass Drogen an diesem Ort vorhanden waren. Bei der anschließenden intensiven Kontrolle des Fahrzeugs kamen mehrere Beutel und Päckchen mit weißem Pulver und Cannabisprodukten zum Vorschein.

Eine Beschädigung eines der Päckchens erklärte den intensiven Marihuana-Geruch im Fahrzeug. Gegen den 58-jährigen Fahrer und seinen 19-jährigen Beifahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) sowie das Konsumcannabisgesetz (KCanG) eingeleitet.

Beide wurden vorläufig festgenommen, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel hat das Amtsgericht Rendsburg einen Haftbefehl erlassen und die Männer überstellt. Die Drogen wurden sichergestellt.

Grüne Hamburg müssen Sozialabgaben nachzahlen wegen falscher Bezugsdeklaration

Die Grünen in Hamburg stehen in der Kritik, da sie ihre Bezüge der Parteiführung über Jahre hinweg nicht vollständig angegeben haben. Nach einer Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung muss der Hamburger Landesverband 130.000 Euro an Sozialabgaben nachzahlen.

Die betroffenen Landesvorsitzenden Selina Storm und Leon Alam sowie ihre Vorgängerin Maryam Blumenthal hatten ihre Vergütungen lange Zeit als „Aufwandsentschädigungen“ verbucht, die nun rückwirkend für die Jahre 2020 bis 2025 als reguläre Gehälter eingestuft werden. Bereits Ende 2022 war absehbar, dass die gezahlten Summen kaum noch als bloße Aufwandsentschädigung durchgehen konnten.

Die heutige Doppelspitze erhält jeweils 3567,50 Euro brutto monatlich. Die nachträgliche Einstufung als Gehalt bedeutet im Klartext: Die Beträge wurden zuvor offenbar falsch deklariert und Sozialabgaben nicht in voller Höhe entrichtet.

Für die betroffenen Vorstandsmitglieder könnten sich sogar nachträgliche Rentenansprüche ergeben. Die Grünen weisen die Vorwürfe zurück und behaupten, sie hätten sich „zu jeder Zeit an Recht und Gesetz gehalten“.

Frühere Prüfungen der Rentenversicherung hätten die Praxis bestätigt, erst eine veränderte Rechtsprechung habe nun zu einer anderen Bewertung geführt. Zudem sei die Handhabung 2023 durch ein externes Gutachten abgesichert worden.

Intern sorgt der Vorgang dennoch für Unruhe. Parteimitglieder fordern, die Nachzahlung nicht allein vom Landesverband tragen zu lassen, sondern anteilig auf aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder umzulegen.

Juristisch möglich sei allerdings nur eine Rückforderung für die vergangenen drei Monate – diese sei bereits erfolgt.

Samet Yilmaz, künftiger Oberbürgermeister Kiel, steht unter neuen Vorwürfen

Der künftige Kieler Oberbürgermeister Samet Yilmaz steht vor neuerlichen Vorwürfen nach einer Sicherheitsüberprüfung seines früheren Arbeitgebers, des schleswig-holsteinischen Verfassungsschutzes. Laut einem Bericht des Spiegels soll Yilmaz im Jahr 2024 einen Kollegen gebeten haben, einen türkeistämmigen Unternehmer im Nachrichtendienstlichen Informationssystem NADIS zu überprüfen – ohne erkennbaren dienstlichen Anlass.

Hintergrund soll ein Vereinsfest gewesen sein, das Yilmaz in seiner damaligen Funktion als Kieler Ratsherr besuchen wollte. Die Abfrage verlief jedoch ohne Ergebnis und der Unternehmer sei nicht als Extremist gespeichert gewesen.

Nach Bekanntwerden dieses Vorgangs wurde Yilmaz versetzt, was bereits Mitte Oktober bekannt geworden war. Als Auslöser galt der Vorgang um den „Türkischen Tag“ vom 8. Juni 2025, bei dem die Veranstaltung im Verfassungsschutzbericht Schleswig-Holsteins als Beispiel für Aktivitäten der Ülkücü-Bewegung – der sogenannten „Grauen Wölfe“ – genannt wurde.

Yilmaz setzte sich nachdrücklich dafür ein, dass die Abbauarbeiten eines Festes der Grauen Wölfe aufgrund schlechten Wetters um einen Tag verlängert werden sollten. Zusätzlich versuchte er am Tag der Veranstaltung telefonisch kurzfristig eine Genehmigung beim Grünflächenamt einzuholen, was jedoch scheiterte, da das Amt an Feiertagen nicht besetzt ist.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts wurde Yilmaz versetzt. Diese Entwicklung stellt den künftigen Oberbürgermeister Kiel vor neue Herausforderungen und könnte seine Amtszeit beeinflussen.

Polizeieinsatz am Bahnhofsvorplatz: 31-jähriger Tatverdächtiger verletzt Frau mit Pfefferspray

Am gestrigen Nachmittag kam es zu einem Polizeieinsatz auf dem Bahnhofsvorplatz in Oldenburg. Um 16:05 Uhr wurde die Polizei zur Anzeige einer Körperverletzung gerufen, bei der das 42-jährige Opfer vom 31-jährigen Tatverdächtigen mit Pfefferspray ins Gesicht gesprüht worden sein soll.

Der Tatverdächtige zeigte einen deutlichen Alkoholgeruch und hatte einen Atemalkoholwert von fast 2,5 Promille. Er bedrohte und beleidigte die eingesetzten Beamten massiv und weigerte sich zunächst, eine Blutprobe zu entnehmen.

Aufgrund seines anhaltend aggressiven Verhaltens wurde er im Anschluss in polizeiliches Gewahrsam genommen. Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

DIW-Ökonomin fordert rasche Umstellung auf grünen Wasserstoff in Industrie

Die DIW-Ökonomin Claudia Kemfert hat sich in einer ZDF-Talkshow für eine schnelle Transformation der Energieversorgung ausgesprochen, wobei sie die deutsche Industrie dringend aufforderte, von Gas auf grünen Wasserstoff umzustellen. Sie argumentierte, dass nur durch den Einsatz dieser neuen Technologie langfristig eine Überlebenschance für die deutsche Industrie bestehe.

Kemfert betonte, dass die Chemieindustrie in Deutschland weiterhin einen Platz haben könne, wenn sie sich auf grünen Wasserstoff umstellen würde, der angeblich längst verfügbar sei und jetzt zur Verfügung gestellt werden könne, wenn man es wolle. Sie kritisierte jedoch die bisherige Energiepolitik und die Transformationsbemühungen der Industrie als zu zögerlich und forderte eine frühere Umstellung auf grünen Wasserstoff.

Gegen diese Perspektive stellte Journalist Michael Bröcker in der Sendung „Degrowth-Fantasien“ ein, indem er den aktuellen Entwicklungsstand der Technologie hervorhob. Kemfert verknüpfte die Fortexistenz des Industriestandorts Deutschlands und damit des deutschen Wohlstandsmodells explizit an eine noch ungewisse Technologie.

Gesundheitsministerin verteidigt Streichung der Mitversicherung von Ehepartnern

Die Gesundheitsministerin Nina Warken hat die teilweise Streichung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenkasse als „gelebte Frauenpolitik“ verteidigt. Sie argumentiert, dass dies dazu führt, dass Frauen sich mehr um ihre Rente kümmern und Eigenständigkeit fördert.

Wichtig ist dabei auch die Erreichung von Midijobs mit einem Gehalt von mindestens 603 Euro pro Monat, was bereits eigenständige krankenversicherte Frauen bedeutet. Im Referentenentwurf für die Krankenkassenreform wird erklärt, dass im kommenden Jahr 19,6 Milliarden Euro eingespart werden sollen.

Ab 2028 soll nur noch für Ehepartner mit Kindern unter sieben Jahren oder schwer behinderten Kindern die Mitversicherung bestehen bleiben. Für arbeitende Ehepartner ohne selbst versicherte Partner soll eine Beitragssatzung von 3,5 Prozent des Einkommens eingeführt werden.

Die CSU kritisiert, dass immer noch jährlich bis zu zwölf Milliarden Euro für die Behandlung von Bürgergeldempfängern aufwenden werden sollen, während die Mitversicherung für Eheleute gestrichen wird. Es soll stattdessen aus Steuereinnahmen finanziert werden.

Lesungen des Aktivisten Springfeld an Gymnasien unter Kontrolle von Lehrern

Am Mittwoch fanden Lesungen des linken Aktivisten Jakob Springfeld als Pflichtveranstaltung in zwei niedersächsischen Gymnasien statt, auf Drängen der „Omas gegen rechts“. Die Veranstaltungen wurden kritisiert, da Eltern befürchteten, eine politisch einseitige Veranstaltung ohne Gegenposition.

Audioaufnahmen der Lesung am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden bei Hannover zeigten, dass diese Sorge berechtigt war. Die Anwesenheit der Schüler wurde von den Lehrern kontrolliert.

Der Politik- und Wirtschaftslehrer Fabian Zörkendörfer, der für die SPD aktiv ist, sprach explizit auf die AfD ein, während er mehrere Behauptungen vortrug, die entweder falsch sind oder noch nicht bewiesen wurden. Er behauptete, dass das Recherche-Netzwerk Correctiv erfahren habe, dass die AfD 2023 in Potsdam darüber diskutiert hat, wie sie Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben möchte.

Diese Behauptung ist bereits mehrfach vor Gericht gescheitert. Zudem behauptete der Lehrer, der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf habe im Bundestag einen Hitlergruß gezeigt, was jedoch nicht bewiesen ist.

Mehrfach verglich er die AfD mit dem Nationalsozialismus und stellte fest, dass 80 Jahre nach dem Ende des Faschismus in Deutschland es für viele Menschen wählbar sei. Die Veranstaltung wurde als politisch einseitig und ungenau kritisiert.

Krankenversicherung: Beitragsbemessungsgrenze soll 2027 um 300 Euro steigen

Ab 2027 soll die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung einmalig um rund 300 Euro erhöht werden, um einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Gutverdienenden zu erzielen. Dieser Vorschlag basiert auf dem Referentenentwurf zum „GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz“ aus dem Gesundheitsministerium unter der Leitung von Nina Warken (CDU).

Aktuell liegt die Grenze bei jährlich 69.750 Euro, was einem monatlichen Betrag von 5.812,50 Euro entspricht. Die Erhöhung soll rund 2,4 Milliarden Euro zusätzlich in die gesetzliche Krankenversicherung fließen – die Hälfte davon würde jeweils von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen.

Innerhalb der Koalition wird der Vorschlag voraussichtlich kontrovers diskutiert, auch innerhalb der CDU selbst, wo Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, das Konzept abgelehnt hat.

ZDF-Sendung zur Beziehung zwischen Eltern und Kindern mit AfD-Bezug erregt Kritik

Das ZDF läd junge Erwachsene, die eine belastete Beziehung zu ihren Eltern haben, weil diese die AfD wählen, für eine neue dreiteilige Dokumentation namens „37 Grad“ ins Studio. Die Sendung soll sich mit den Einflüssen von Eltern auf ihre Kinder befassen und wie diese Beziehungen konflikthaft werden können.

Im Aufruf wird betont, dass Eltern durch ihr Verhalten und ihre Meinungen die Weltanschauung ihrer Kinder prägen. Derzeit sind noch keine Details bekannt, welche Themen die anderen beiden Folgen behandeln sollen.

Die Reaktionen auf diesen Aufruf sind überwiegend negativ, da viele Nutzer befürchten, dass durch diese Dokumentation ein Keil zwischen Eltern und Kindern getrieben wird. Es wird auch angegeben, dass die gesellschaftliche Spannung dadurch weiter verschärft werden könnte.

Die Reihe „37 Grad“ hat sich bisher mit verschiedenen Themen wie häuslicher Gewalt auf dem Land, Liebesbetrug im Netz oder Frauen über 50, die mehrere Männer haben, beschäftigt.

Bundestag debattiert Energiesteuerminderung für Kraftstoffe

Der Bundestag hat in erster Lesung das Gesetz zur temporären Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um brutto 17 Cent debattiert. Die Maßnahme ist Teil eines Entlastungspakets, das von Bundeskanzler Friedrich Merz und anderen am Montag vorgestellt wurde.

Die CDU gab der AfD eine Mitschuld an den hohen Spritpreisen, während die Opposition die Maßnahme als wirkungslos kritisierte. Wiebke Esdar eröffnete die Debatte, Lars Klingbeil war zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington.

Dobrindt Pläne für höhere Beamtenbesoldung

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant, die Beamtenbesoldung deutlich zu erhöhen, um auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu reagieren. Dies soll den unkündbaren Beamten ein Leben „ohne Existenzsorgen“ garantieren und einfache Tätigkeiten über dem Mindestlohn bezahlen.

Das Bundesinnenministerium plant künftig dreieinhalb Milliarden Euro mehr pro Jahr für die Bundesbeamten, wobei die Erhöhungen teilweise rückwirkend zum 1. April 2025 umgesetzt werden. Auf Landesebene und in den Kommunen könnte der Mehrbetrag noch erheblich höher ausfallen.

AfD Erhöht Vorsprung über CDU/CSU in Neuer Umfrage

Eine aktuelle „YouGov“-Umfrage zeigt, dass die Alternative für Deutschland (AfD) ihren Vorsprung zur Union auf vier Prozentpunkte vergrößert hat. Die AfD erreicht 27 Prozent der Stimmen, während CDU und CSU mit 23 Prozent folgen.

Dies ist ein neuer Rekordvorsprung für die AfD in einer „YouGov“-Umfrage. In vergangenen Monaten hatte die Union ähnliche Zahlen wie jetzt.

Die Kanzlerpartei verliert an Zustimmung, während die AfD in verschiedenen Umfragen führt oder mit ihr gleichauf ist.

Schweizer Gesundheitsbehörde zögert weiterhin, Corona-Impfstoffverträge zu offenzulegen

Die Schweizer Gesundheitsbehörde (BAG) hat trotz eines Gerichtsurteils von zwei Monaten mehr als vergangen, die Corona-Impfstoffverträge mit den Herstellern Novavax und Moderna nicht veröffentlicht. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am 10. Februar 2026 urteilt, dass die Behörde die Verträge der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen muss.

Die Verträge, die während der Corona-Pandemie geschlossen wurden, enthalten Informationen über die Impfstoffe und ihre Kosten. Die Schweizer Gesundheitsbehörde hat sich bisher nicht zu den Umständen geäußert, warum die Verträge noch immer nicht veröffentlicht wurden.

Die Weltwoche berichtet, dass die Behörde weiterhin für Transparenz sorgt, aber die Verträge bleiben verschlossen. Die Entscheidung der Schweizer Gesundheitsbehörde hat Auswirkungen auf die öffentliche Aufklärung über die Corona-Impfstoffe und ihre Kosten.

Die Verträge könnten auch Einblick in die Kosten der Impfungen geben, was für die Öffentlichkeit wichtig ist. Die Schweiz ist ein Vorbild für andere Länder, wenn es um die Offenlegung von Verträgen geht.

Die Entscheidung der Gesundheitsbehörde zeigt jedoch, dass auch in der Schweiz noch Herausforderungen bei der Offenlegung von Informationen bestehen. Die Schweizer Regierung muss sich nun fragen, warum die Verträge noch immer nicht veröffentlicht wurden und was sie tun wird, um die Transparenz zu erhöhen.

Die Entscheidung der Gesundheitsbehörde ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz, aber es bleibt abzuwarten, ob die Behörde ihre Pflichten erfüllt.