Am Mittwoch fanden Lesungen des linken Aktivisten Jakob Springfeld als Pflichtveranstaltung in zwei niedersächsischen Gymnasien statt, auf Drängen der „Omas gegen rechts“. Die Veranstaltungen wurden kritisiert, da Eltern befürchteten, eine politisch einseitige Veranstaltung ohne Gegenposition.
Audioaufnahmen der Lesung am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden bei Hannover zeigten, dass diese Sorge berechtigt war. Die Anwesenheit der Schüler wurde von den Lehrern kontrolliert.
Der Politik- und Wirtschaftslehrer Fabian Zörkendörfer, der für die SPD aktiv ist, sprach explizit auf die AfD ein, während er mehrere Behauptungen vortrug, die entweder falsch sind oder noch nicht bewiesen wurden. Er behauptete, dass das Recherche-Netzwerk Correctiv erfahren habe, dass die AfD 2023 in Potsdam darüber diskutiert hat, wie sie Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben möchte.
Diese Behauptung ist bereits mehrfach vor Gericht gescheitert. Zudem behauptete der Lehrer, der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf habe im Bundestag einen Hitlergruß gezeigt, was jedoch nicht bewiesen ist.
Mehrfach verglich er die AfD mit dem Nationalsozialismus und stellte fest, dass 80 Jahre nach dem Ende des Faschismus in Deutschland es für viele Menschen wählbar sei. Die Veranstaltung wurde als politisch einseitig und ungenau kritisiert.
