Der Bundeskanzlerkandidat Friedrich Merz plant, trotz der terroristischen Bedrohung und der aktiven Regierungsarbeit noch Mitte dieser Woche in den Urlaub zu fahren. Sein Sprecher Stefan Kornelius bestätigte, dass Merz „ein paar freie Tage“ haben werde, während er „von dort aus die Amtsgeschäfte führen“ würde.
Am Mittwoch soll Merz noch eine Kabinettssitzung leiten und an der außerplanmäßigen Fraktionssitzung der CDU/CSU teilnehmen, wo Thorsten Frei zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt werden soll. Weitere Kabinettssitzungen sind in der Sommerpause geplant, deren Leitung jeweils vorab bekannt gegeben wird.
Merz‘ Urlaubsplan tritt im Kontext einer intensiven Regierungskrise auf, die den Bundeskanzler verstärkt innerparteilich unter Druck setzt. Die Art und Weise der bevorstehenden Regierungsumbildung hat weite Teile der Union noch stärker gegen Merz aufgebracht.
Der Sprecher Kornelius betonte, dass Merz „stets im Dienst“ sei und seine Amtsgeschäfte auch während seines Urlaubs leiten werde.
