Seit September arbeitet eine Expertenkommission an einer Reform der Schuldenbremse, die die Fähigkeit des Bundesstaates zur Neuverschuldung regelt. Laut einem Medienbericht soll ein Einigungspunkt zwischen den Kommissarien nicht mehr zu einem gemeinsamen Vorschlag geführt haben und stattdessen nur noch ein Abschlussbericht veröffentlicht werden.

Die CDU, unter deren Führung Kanzler Friedrich Merz stand, wäre laut Informationen von The Pioneer der Hauptblockierer einer Reform, da sie die Einigung politisch nicht überleben lassen würde. Bereits im April wurde berichtet, dass keine Einigung mehr zu erwarten sei und sich die Mitglieder der Kommission nur noch pro forma treffen würden, um das öffentliche Ansehen der Bundesregierung nicht zu beschädigen.

Eine Reform der Schuldenbremse wäre nur mit einer Zweidrittelmehrheit möglich, was unter den gegebenen Mehrheitsverhältnissen die schwarz-rote Koalition auf Stimmen der Grünen und der Linkspartei oder der AfD angewiesen machen würde. Die Expertenkommission wurde im Sommer 2025 eingesetzt, um neue Vorschläge zu erarbeiten, wie zusätzliche finanzielle Spielräume geschaffen werden können, ohne den Zweck der Schuldenregel zu unterlaufen.