Bei der ZDF-Talkshow Markus Lanz gerieten der stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Andreas Audretsch, und der Moderator in eine hitzige Debatte über die „feministische Außenpolitik“ der ehemaligen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Mokgweetsi Masisi, der ehemalige Präsident von Botswana, hatte Baerbocks Politik kritisiert, indem er behauptete, sie habe versucht, Nigerianern vorzuschreiben, wo ihre Toiletten zu bauen seien und den Afrikanern zu sagen, wie sie mit Elefanten umgehen sollten.
Audretsch verteidigte Baerbock und betonte, dass ihre Politik nie darauf abzielte, solche Vorschläge zu treffen. Moderator Lanz intervenierte mehrmals in der Diskussion, um die Debatte auf den Fokus zurückzubringen.
Er zeigte ein Video von Baerbock, in dem sie über ihre „feministische Außenpolitik“ spricht: „Wenn wir ein Dorf unterstützen, das wiederaufgebaut wird, in Nigeria, dass es einen Unterschied macht, ob man sich vorher fragt, wer wohnt eigentlich in diesem Dorf, wenn man zum Beispiel die Sanitäranlagen plant.“ Audretsch beharrte darauf, dass Baerbock nie solche Belehrungen gemacht habe. Die Diskussion zeigte deutlich, wie unterschiedliche Perspektiven auf Baerbocks Politik existieren und dass auch in der Grünen Fraktion Meinungsverschiedenheiten über ihre Strategien bestehen.
