Der Vorsitzende der Wählervereinigung „Gemeinsam für Luckenwalde“, Ramon Wittich, steht unter Ermittlungen wegen Politiker-Verleumdung. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet, nachdem er in einem Instagram-Beitrag „Gerüchte“ über die Besetzung von Stellen in der Stadtverwaltung veröffentlicht hatte.

Wittich fragte rhetorisch, ob es tatsächlich etwas dran sei und erwähnte, dass eine ausgeschriebene Stelle einer früheren Amtsleiterin versprochen worden sein könnte, was er als „Pro-forma-Ausschreibungen“ bezeichnete, die das Vertrauen in die neue Stadtverwaltung gefährden könnten. Die Anzeige basiert auf einem Gerücht, das von der betroffenen Amtsleiterin gestellt wurde und betrifft den Paragraph 188 des Strafgesetzbuches, der auch üble Nachrede gegen Politiker umfasst.

In der Vergangenheit war ein vergleichbares Verfahren mit dem Journalisten David Bendels zu einem Freispruch verurteilt worden. Im Falle einer Verurteilung droht Wittich eine Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsentzug.