Der Volkswagen-Konzern steht seit fast einem Jahr ohne Personalvorstand, da sich die Betriebsräte mit den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch über die Besetzung des Postens nicht einigen konnten. Das Handelsblatt berichtet, dass der Streit um den Vorstandsplatz am Personalmanagement aufgrund gesetzlicher Vorgaben für eine Frauenquote eskaliert ist: Alle bisher vorgeschlagenen Kandidaten waren männlich und daher aus rechtlichen Gründen unzulässig.

Seit August 2022 muss in Unternehmen mit mindestens drei Vorstandsmitgliedern zwingend ein weibliches und ein männliches Mitglied vertreten sein, was den Konzern gezwungen hat, eine Frau als Personalvorstand zu etablieren. Die Eigentümerseite will unbedingt eine Frau auf diesem Posten haben, um andere Akteure bei ihren Vorstandspositionen nicht geschlechtlich einschränken zu müssen.

Als mögliche Lösung wird ein externer Kandidat genannt, derzeit ist jedoch die Bereitschaft vieler potenzieller Kandidaten, den Konzern zu verlassen, gering. Im Juli 2025 hatte Gunnar Kilian das Amt des Personalvorstands verlassen.