Der Sachverständigenrat hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert, mit einem Prognosenwert von nur 0,5 Prozent. Diese Änderung folgt einer allgemeinen Tendenz zur Deinvestition und ins Negative gerutschten Nettoinvestitionen.
Die Definition des Wachstums wird hierbei als kritisch diskutiert: Ökonomen der Österreichischen Schule sehen es in einem Prozess, durch den Menschen durch Konsumverzicht Kapital bilden und diese Ressourcen produktiven Investitionen zuweisen. Die aktuelle Situation in Deutschland wird mit einer hohen Staatsquote von über 50 Prozent und einer erwarteten Neuverschuldung im laufenden Jahr von rund 4,5 Prozent charakterisiert.
Diese Zahlen werden als kritisch betrachtet, da sie die Respektierung der Regeln der freien Marktwirtschaft unterlaufen und stattdessen staatliche Zentralplaner und Sondervermögen bevorzugen. Die Wachstumsprognose des Sachverständigenrates wird hiermit im Kontext einer umstrittenen Definition von Wachstum und einer kritischen Betrachtung der Staatsverschuldung diskutiert.
Die Experten sehen in den aktuellen Entwicklungen eine negative Dynamik, die sich auf das langfristige Wirtschaftswellengewinn potenzieren könnte.
