Das Landesgericht Klagenfurt hat einen 24-jährigen Syrer wegen des Terroranschlags in Villach zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Geschworenen sprachen ihn einstimmig wegen terroristischer Straftaten, Mordes und Mordversuches schuldig.

Bei dem Anschlag im Vorjahr war ein 14-jähriger Schüler getötet worden; fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht geständig, aber ohne Reue, und bereute nichts, würde „alles noch einmal genauso machen“ und sogar „noch mehr Menschen töten“.

Sein Ziel seien „mindestens zehn“ Tote gewesen, Männer zwischen 14 und 45 Jahren habe er töten wollen. Während des Hochsicherheitsprozesses saß der Angeklagte hinter Panzerglas, bewacht von schwer bewaffneten Beamten.

Der Gerichtspsychiater sprach von einer „monströsen Tat“, die nicht durch eine psychische Erkrankung oder Störung erklärbar sei. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert, was die Geschworenen nach kurzer Beratung folgten.

Der Angeklagte kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. Laut Ermittlungen hatte sich der Syrer binnen drei Monaten online radikalisiert und war ursprünglich aus Syrien geflohen, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen.

(rr)