In Chemnitz hat sich am 21. Mai ein weiterer Angriff auf die Bundesgeschäftsstelle des Lebensschutzvereins Kaleb ereignet, diesmal durch Linksextremisten, die das Gebäude mit Farbe besprühten. Die Kosten für die Reinigung beliefen sich auf 3.000 bis 4.000 Euro und es ist bereits der dritte Angriff dieser Art innerhalb der vergangenen vier Jahre.

In ihrem Selbstbezichtigungsschreiben rechtfertigen die Angreifer, dass sie Kaleb als „rechte Fundamentalisten“ betrachten, die aus christlich-fundamentalistischer Überzeugung agieren und gar keine Abtreibungen mehr stattfinden lassen wollen. Sie drohen, solange weiterzumachen, bis Kaleb e.V. weder staatlich gefördert wird noch Einfluss auf Gesellschaft nimmt.

Für Samstag mobilisieren sie zur Gegendemo gegen einen in Annaberg stattfindenden „Marsch für das Leben“. Der Geschäftsführer Falk Weißbach betont, dass Kaleb 97 Prozent seiner Beratungstätigkeit an Frauen während der Schwangerschaft und anderen Lebenssituationen widmet.

In der vergangenen Jahr erhielten Betroffene durch Kaleb rund 125.000 Euro an Hilfen. Trotz der Angriffe erfährt der Verein zunehmende Solidarisierung, wie Geschäftsführer Ernst von Heyking hervorhebt.