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Bundesregierung beschließt IP-Datenspeicherung für drei Monate

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass Internetanbieter ab sofort die IP-Daten aller Bürger für mindestens drei Monate speichern müssen. Dieser Vorstoß soll vor allem bei der Bekämpfung von Kinderpornographie und Hasskriminalität helfen, da Täter im Netz oft ungestraft davonkommen.

Bundeskanzler Friedrich Merz begründete das Vorhaben damit, dass die Ermittlungsmöglichkeiten der Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Internetkriminalität deutlich verbessert würden. Der Gesetzentwurf muss noch vom Bundestag beschlossen werden, bei dem Union und SPD über eine Mehrheit verfügen.

Kritiker wie die Grünen und die AfD sprechen von einer „flächendeckenden Datenspeicherung“ und befürchten Verletzungen der Privatsphäre. Das Bundesverfassungsgericht hatte in den vergangenen 20 Jahren alle Versuche, eine Vorratsdatenspeicherung zu etablieren, als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt.

CDU/CSU-Fraktion blockiert Gesundheitsreform für Bürgergeldempfänger

Die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion hat eine Blockade der Gesundheitsreform angekündigt, wenn die Krankenkassenbeiträge für 5,2 Millionen Bürgergeld-Empfänger nicht aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Diese Entscheidung richtet sich gegen die eigene Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die bisherige Praxis bei ihren Reformplänen unberührt gelassen hat – auch unter Druck der SPD, wie das JF berichtet.

Die Krankenversicherten müssen die Arzt-, Krankenhaus- und Medikamente-Kosten für diese Empfänger über ihre Beiträge tragen, obwohl viele dieser Menschen noch nie einen Cent in die Krankenkassen eingezahlt haben. Zuletzt betrugen die Gesundheitsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Bürgergeldempfänger 15,1 Milliarden Euro im Jahr, wobei der Bund nur 5,9 Milliarden Euro deckte und eine Unterfinanzierung von 9,2 Milliarden Euro blieb.

Die CDU/CSU-Fraktion verlangt, dass bei der Gesundheitsversorgung wieder einen Unterschied gemacht wird, ob jemand Beiträge zahle oder noch nie eingezahlt habe. Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, forderte den Druck auf den Koalitionspartner SPD und drohte mit einer Kürzung des Leistungskatalogs für Bürgergeld-Bezieher, wenn die Beiträge weiterhin von allen Versicherten getragen werden müssen.

Auf Welt-TV hatte Winkel zuvor gesagt, dass es nicht fair sei, wenn der Staat den Beiträgen erhöhe und gleichzeitig die Leistungen kürze, während man ihnen weiterhin die Finanzierung der Bürgergeldempfänger sagt, von denen ungefähr die Hälfte noch keinen deutschen Pass hat.

ÖRR-Blog Erfolg im Streit mit BR-Rundfunkrat und anderen Anzeigern

Der ÖRR-Blog meldet einen Erfolg in einem Streit mit dem BR-Rundfunkrat Hamado Dipama, der ihn wegen angeblich rassistischer Kommentare angezeigt hatte. Das Ermittlungsverfahren wurde nach Akteneinsicht eingestellt, da die beanstandeten Beiträge weder strafbar noch inhaltlich falsch gewesen seien, wie der Blog betont.

Dipama ging nicht nur gegen den ÖRR-Blog juristisch vor, sondern auch gegen einen Berliner Rentner und einen Journalisten von Apollo News, die wegen Beleidigung und Verleumdung ermittelt werden sollen. Der Rentner hatte kommentiert, dass er Dipamas Beitrag über Julia Ruhs beim NDR als „armselig, arrogant und einseitig“ fände.

Die Staatsanwaltschaft München I leitet ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Verleumdung, da der Autor unter einem Pseudonym auftritt.

Berufungsgericht bestätigt Rundfunkbeitragspflicht und distanziert sich von hohen Anforderungen

Ein Berufungsgericht hat sieben Klagen gegen den Rundfunkbeitrag des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) abgewiesen, bestätigend die grundsätzliche Beitragspflicht. Das Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) kam zu dem Ergebnis, dass „evidente und regelmäßige Defizite hinsichtlich der gegenständlichen Vielfalt und Ausgewogenheit des Gesamtprogramms nicht feststellbar“ seien.

Die Kläger argumentierten, der ÖRR verfehle seinen verfassungsgemäßen Auftrag wegen mangelnder politischer Ausgewogenheit. In erster Instanz blieb die Klage ohne Erfolg; die Kläger stützten sich auf ein Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Oktober 2025, wonach Beitragszahlern in dieser Frage grundsätzlich der Rechtsweg offensteht.

Das Bundesverwaltungsgericht setzte jedoch hohe Anforderungen an eine solche Klage, voraussetznd ein umfangreiches Gutachten über mindestens zwei Jahre, das einen dauerhaften und groben Verstoß gegen die Programmpflichten belegen müsse. Das VGH hielt in seinem Urteil fest, dass sich beim SWR keine solche Verletzung nachweisen lasse.

Ein wesentlicher Punkt des Urteils war jedoch, dass der Senat kritisch gegenüber der Pflicht, ein umfangreiches Gutachten einzureichen, ist und die Hürden für Kläger übermäßig erhöht seien.

Dobrindt offenbart Steuererhöhungspossibilität vor Koalitionsgesprächen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat in einem Interview mit The Pioneer kategorisch nicht ausgeschlossen, dass mögliche Steuererhöhungen während der anstehenden Koalitionsgespräche zur Tagesordnung kommen könnten. Er betonte die Notwendigkeit einer Bereitschaft, „aus eingetretenen Pfaden etwas herauszutreten“ und kritisierte eine zu starke Kategorisierung von Positionen.

Die Aussage wurde im Kontext der Steuerreform ab 2027 in den Fokus gerückt, bei der die Union bisher Steuererhöhungen bislang kategorisch abgelehnt hatte. Dobrindts Aussagen könnten eine Veränderung des Kurses zur SPD signalisieren, da diese seit langem darauf drängt, Spitzenverdiener stärker zu belasten, um Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen zu finanzieren.

Derzeit greift der Spitzensteuersatz von 42 Prozent ab einem Einkommen von 69.879 Euro, während die sogenannte Reichensteuer bei 45 Prozent fällig wird, ab 277.826 Euro. Die offizielle Steuerreform soll untere und mittlere Einkommen entlasten, wie diese Entlastung gegenfinanziert wird, bleibt jedoch offen – und genau hier wächst der Spielraum für höhere Steuern.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche über Flugtreibstoffversorgung und Sicherheitsrat

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betont, dass die Versorgung mit Flugtreibstoff in Deutschland derzeit gesichert ist. Sie versichert, dass das Land durch seine Raffineriestruktur besser aufgestellt sei als Länder, die Kerosin vollständig importieren.

Trotzdem beobachtet sie engmaschig die Entwicklung und behält Treibstoffpreise sowie Versorgungsstrukturen im Auge. Die Bundesregierung beteiligt sich an der koordinierten Freigabe strategischer Ölreserven über die Internationale Energieagentur, wobei rund 2,6 Millionen Tonnen Öl schrittweise in den Markt gegeben werden sollen.

Zudem liegen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gemeinsam mit anderen IEA-Staaten vorgehaltene Reserven von etwa einer Million Tonnen Kerosin vor. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, sich im Nationalen Sicherheitsrat mit der Entwicklung zu befassen.

Sein Ziel ist es, die Versorgung mit zentralen Produkten wie Diesel, Benzin und Flugtreibstoff für die deutsche Wirtschaft und Bürger sicherzustellen. In einem möglichen weiteren Verschärfungsfall seien Maßnahmen vorbereitet.

Die massiv gestörten Lieferketten im Nahen Osten betreffen den Flugtreibstoffmarkt in Europa, der zu großen Teilen von Importen abhängt. Internationale Energie- und Branchenvertreter warnen vor möglichen Engpässen, sollte die Lage weiter anhalten.

IEA-Chef Birol warte, Europa habe womöglich nur noch sechs Wochen Treibstoff. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, Kerosin werde für den Rest des Jahres knapp und damit teurer bleiben.

Bundespolizei nimmt gesuchten Mann wegen Raubstraftat im Bahnhof Harburg fest

Am 20. April 2026 gegen 19:55 Uhr nahmen Bundespolizisten der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg einen 46-jährigen Mann, der wegen eines Raubstraftats Verurteilt war, im Bahnhof Harburg fest. Der Mann, ein lettischer Staatsangehöriger, hatte sich seit Mitte Januar 2026 untergetaucht und war mit einem Haftbefehl gesucht.

Er hat bereits vier Freiheitsstrafen inhaftiert und ist jetzt noch für eine weitere Strafe von 10 Monaten verantwortlich. Nach der Durchführung der Maßnahmen im Bundespolizeirevier wurde er einer Haftanstalt übergeben.

Die Festnahme erfolgte während einer Waffenkontrolle, bei der seine Personaldaten im Rahmen der fahndungsmäßigen Überprüfung ins Spiel kamen.

CDU-Politiker Philipp Amthor fordert Männer zum Feminismus auf

Der CDU-Politiker Philipp Amthor argumentiert in der ARD-Sendung „Konfrontation“, dass jeder Mann Feminist sein sollte, da es darauf ankommt, dass man sich für eine gleichberechtigte Gesellschaft einsetzt. In dem Film, den Journalist Markus Feldenkirchen gedreht hat, wird Amthors Ansicht dargestellt und er erhält die Möglichkeit, Einspruch einzulegen, wenn er sich im Film falsch dargestellt sieht.

Amthor betont, dass seine Beziehung zu der Wissenschaftlerin Carlotta Voß vor allem durch gemeinsame politische Diskussionen gekennzeichnet ist. Er schätzt an seiner Partnerin ihre Fähigkeit, intelligente Diskussionen zu führen und teilt, dass er sich gut in das Argument der Gegenseite einstellen kann.

Amthor wird auf dem Bundesparteitag der CDU als gut vernetzte Nachwuchshoffnung der Partei dargestellt und ist zudem Staatssekretär im Ministerium für Digitales. Er fordert die deutsche Regierung auf, mehr Zuversicht zu zeigen, um Probleme lösen zu können.

In einer anderen Nachrichtenartikel bezieht sich Amthor darauf, dass er mit Merz‘ Ehefrau gut klarkommt und Mitgliederbeauftragter in der CDU ist.

Hubert Aiwanger tritt an Stelle von Markus Söder bei Ludwig-Erhard-Gipfel auf

Nachdem sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder infolge der Weimer-Affäre vom Ludwig-Erhard-Gipfel zurückgezogen hat, wird sein Vize Hubert Aiwanger als ranghöchster Politiker an diesem Wirtschaftsforum teilnehmen. Das Programm des diesjährigen Gipfels, das durch eine Apollo News-Recherche bekannt geworden ist, zeigt, dass Aiwanger als prominentester Gast angekündigt wurde und einen Keynote-Speech halten wird zum Thema „Bürokratie abbauen – Transformation gestalten – Wohlstand sichern“.

Söder hatte bereits den Staatsempfang, seine Schirmherrschaft und seinen eigenen Auftritt abgesagt. Das Programm enthält auch eine Ankündigung für ein Panel mit Clemens Fuest, Annegret Kramp-Karrenbauer und Andrea Nahles, bei dem Aiwanger als stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats teilnehmen wird.

Dieser Besuch ist offensichtlich eine Breitseite gegen seinen großen Gegenspieler in Bayern, Markus Söder, der sich aufgrund von Käuflichkeitsvorwürfen vom Gipfel distanziert hat.

Kosovarer Erjon S. wird wegen dreifachen versuchten Mordes und Körperverletzung angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat den 17-jährigen Kosovaren Erjon S. Anklage wegen dreifachen versuchten Mordes erhoben, wobei auch Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung vorgeworfen werden. Am 5. September ging S., der laut Anklage Anhänger einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie ist, mit einem Messer bewaffnet zu einer Grundschule in Essen, wo er zunächst einen Hausmeister schlug und ihn mit Pfefferspray bespritzte.

Danach attackierte S. seine Berufsschullehrerin mehrfach mit dem Messer im Oberkörper. Er versuchte dann die Alte Synagoge in Essen aufzusuchen, fand aber kein passendes Opfer und stach stattdessen einem zufällig vorbeikommenden Mann in den Rücken.

Als die Polizei eintraf, ging S. mit gezücktem Messer auf sie zu, um einer Festnahme zu entgehen und seinen Märtyrertod zu provozieren. Er wurde durch einen Schuss ins Gesicht gestoppt und überlebte diesen.

Auch seine Opfer überlebten, trugen aber schwere Verletzungen davon. S. befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.

Syrer wird nach Deutschland überstellt für Mordversuch auf unbekanntem Mann

Ein 28-jähriger Syrer wurde von schwedischen Behörden am 16. April 2025 an deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft überstellt, da er mehrfach auf einen ihm unbekannten Mann in Köln geschossen hatte. Die Tat ereignete sich im Kölner Stadtteil Dellbrück, wo der Syrer den 36-jährigen Mann lebensgefährlich verletzte.

Es handelt sich um einen Fall von „Crime as a service“, bei dem die Straftat als Dienstleistung gegen Geld ausgeführt wurde. Der Tatverdächtige war für mehrere tausend Euro auf den Auftritt angewiesen und reiste aus Schweden nach Deutschland, um die Tat zu verüben.

Nach der Tat floh er in einem Mietfahrzeug. Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich bisher noch nicht zu den Hintergründen oder dem möglichen Auftraggeber geäußert.

Die Bundesregierung bezeichnet das Phänomen als Ausdruck der Professionalisierung von organisierten Kriminalität, was die Gefahr erhöht, dass solche Auseinandersetzungen in den öffentlichen Raum verlagern könnten.

Polizei warnt vor gefälschten iPhones auf Kleinanzeigen

Die Polizei in Gifhorn warnt vor gefälschten iPhones, die online zum Verkauf angeboten werden. Ein 41-jähriger Mann aus dem Landkreis Gifhorn wurde durch eine Fälschung geschädigt, nachdem er ein neues und originalverpacktes iPhone 17 Pro Max über Kleinanzeigen gekauft hatte.

Der Verkäufer übergab das angebliche Gerät sowie eine Rechnung eines bekannten Onlinehändlers. Erst beim Auspacken des Geräts bemerkte der Käufer, dass es sich nicht um ein Original handelte, sondern um eine Fälschung mit abweichendem Softwaredesign und hoher Wärmeentwicklung.

Der Verkäufer meldete sich nicht mehr nach der persönlichen Übergabe des Geräts. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

Gefälschte iPhones sind oft professionell gefertigt, sodass sie auf den ersten Blick schwer vom Original zu unterscheiden sind. Bei der Inbetriebnahme fallen dann erste Unterschiede zum Original auf.

Um sich vor einem Schaden zu schützen, sollten Geräte bei einer persönlichen Übergabe ausgepackt, eingeschaltet und auch eingerichtet werden. Täter versuchen, diesen Schritt zu verhindern, indem sie einen Wertverlust des Geräts anführen, wenn die Verpackung geöffnet wird.

Sollten bei einem Verkauf Zweifel an der Rechtmäßigkeit aufkommen, sollte unverzüglich die Polizei informiert werden.

Patiententablets in Bonn-Kliniken blockierten bestimmte Medien

Auf den Patiententablets der Uniklinik Bonn und im Universitätsklinikum Bonn (UKB) waren bestimmte Medien, darunter Apollo News, nicht aufrufbar. Private Bildschirmaufnahmen einer Patientin zeigen diese Verbindungsschwierigkeiten.

Das UKB behauptet, nichts von solchen Sperrungen mitbekommen zu haben und schiebt die Verantwortung an einen externen Dienstleister namens Rottmeier Patienten TV GmbH ab. Der Anbieter versorgt Kliniken mit Tablets und dem dazugehörigen „Entertainment- und Kommunikationssystem“.

Zudem betont das UKB, dass der Internetzugang der Patienten über externe Anbieter laufe, auf die es keinen Einfluss habe. Die Webseiten von Apollo News und den anderen betroffenen Medien könnten inzwischen wieder mit den vom Anbieter bereitgestellten Geräten aufgerufen werden.

Der Anbieter Rottmeier Patienten TV GmbH versicherte zunächst telefonisch, von dem Vorfall nichts gewusst zu haben, reagierte jedoch nicht auf weitere Nachfragen. Es bleibt daher offen, weshalb die Webseiten ursprünglich blockiert waren und wann und von wem eine mögliche Sperrung rückgängig gemacht wurde.