Die Rentenreform der Bundesregierung wird nicht nur die Beiträge sinken lassen, wie Friedrich Merz behauptet hat. Berechnungen der Rentenkommission deuten darauf hin, dass die Beitragssätze massiv steigen werden – noch stärker als bisher geplant.

Der Anstieg des Beitragssatzes von 18,6 Prozent auf 20,4 Prozent bis 2028 ist deutlich höher als die 19,9 Prozent nach geltender Rechtslage. Die Erhöhung des Rentenniveaus und die Dämpfung der Bundeszuschüsse sind die Hauptgründe für diese Steigerung.

Ohne Reformen würde der Bundeszuschuss auf über 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigen, was durch die Reform verhindert werden soll. Allerdings würden die Beitragssätze bis 2050 weiter ansteigen und erst in der Spitze auf 22,4 Prozent liegen, ohne jemals unter 22 Prozent zu fallen – eine Entlastung für die jüngeren Generationen ist somit verfehlt.