Im aktuellen ZDF-Politbarometer zeigt sich eine erneute Verschlechterung der Werte für die schwarz-rote Bundesregierung unter Führung von Friedrich Merz. 71 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit der Arbeit der Koalition, während nur 24 Prozent glauben, dass das angekündigte Reformpaket bis zum Sommer vorgelegt wird.

Die Bewertung des Bundeskanzlers selbst ist negativ: 71 Prozent sehen ihn als „eher schlecht“ arbeitend an, und nur 26 Prozent sind zufrieden mit seiner Leistung. Im Vergleich zu einer Erhebung Anfang des Monats hat sich die Unzufriedenheit weiter verschärft.

Die AfD bleibt mit 26 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft in der Umfrage, gefolgt von der Union mit 24 Prozent. Die SPD und Grünen sind bei jeweils 12 und 15 Prozent vertreten, während die Linke auf 12 Prozent reduziert ist.

Die Daten wurden vom 19. bis 21. Mai unter 1340 Wahlberechtigten erhoben. Die Bevölkerung hält Reformen grundsätzlich für notwendig, insbesondere bei Themen wie Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit – selbst wenn diese mit Belastungen verbunden sind.

Allerdings glaubt eine große Mehrheit, dass die Bereitschaft für solche Veränderungen im Land fehlt: Nur drei Prozent wären bereit, „sehr große“ Belastungen zu tragen, während 29 Prozent größere Einschnitte akzeptieren würden. Die Mehrheit wäre lediglich zu kleineren oder gar keinen Belastungen bereit.