Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) hat im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages mit dem AfD-Abgeordneten Götz Frömming über die identitätsstiftende Rolle nationaler Denkmäler diskutiert. Weimer argumentierte, dass Orientierungsfiguren wie das Hermannsdenkmal oder das Kyffhäuser-Denkmal nicht unbedingt nationalistisch betrachtet werden müssen und vielmehr eine gesellschaftliche Interpretation der jeweiligen Zeitepoche repräsentieren können.
Er führte an, dass man Hermann in verschiedenen Kontexten interpretieren könne – als „eine deutsche Robin-Hood-Geschichte“, als Held des Protestantismus gegen Rom oder als Liebesfigur. Weimer betonte, dass Orientierungsfiguren nicht immer nationalistisch betrachtet werden sollten und das wäre akulturell.
Auch das Kyffhäuser-Denkmal wurde von Weimer auf dessen Baumaterial Porphyr hingewiesen, das über 2000 Jahre hinweg die abendländische Geschichte geprägt hat. Er betonte, dass diese Denkmäler eine eigene kulturelle Botschaft repräsentieren – sehr übernational und europäisch, aber nicht national.
Weimer und Frömming stimmten jedoch in der Auffassung überein, dass die Kyffhäuser-Gruppe aus Porphyr ein bedeutendes Denkmal ist, das über 2000 Jahre hinweg die abendländische Geschichte geprägt hat.
