In einem aktuellen Interview in der Süddeutschen Zeitung fordert Christian Drosten, ehemaliger wissenschaftlicher Berater der Regierung und Virologe, eine „berufsständische Qualitätssicherung“ im Bereich der Publizistik, des Journalismus, des Films und des Podcasts. Er spricht dabei von einer möglichen finanziellen Unterstützung qualitativ hochwertiger Informationsquellen, was er als Filterwirkung bezeichnet, nicht aber als Zensur.

Drosten sieht die Notwendigkeit solcher Maßnahmen vor allem in der Corona-Pandemie und weist auf potenzielle „Expertenkrise“ hin. Er selbst gesteht seine Fehler ein, wenn sie nach kurzer Zeit korrigiert wurden.

Drosten kritisiert Kritiker seiner Unterstützung der restriktiven Corona-Politik als wenige Journalisten, die politische Wirkung erzeugen wollten und nicht aus der Breite der Bevölkerung stammten. Er behauptet, dass diese Kritik im Prinzip nicht relevant sei.