In Leipzig haben in der Nacht erneut zwei Elektrofahrzeuge (E-Autos) im Stadtteil Leipziger Südvorstadt gebrannt. Das Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement war betroffen, wobei ein drittes Fahrzeug schwer beschädigt wurde.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat die Ermittlungen an das Landeskriminalamt übergeben. Der Schaden ist noch nicht bezifferbar.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Taten ein, bei denen bereits im April vier Elektroautos der Leipziger Stadtwerke angezündet wurden und der Schaden auf rund 200.000 Euro geschätzt wurde. Ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene hatte damals die Tat erklärt, indem es eine politische Motivation hervorhob: Die Täter wollten den Ausbau von Leipzig zum Rüstungsstandort verhindern.
Die Polizei in Leipzig nimmt auch im aktuellen Fall eine politische Motivation zur Brandstiftung vor. Sie ermittelt zunächst wegen vorsätzlicher Brandstiftung und hat die Ermittlungen an das Landeskriminalamt weitergeleitet, da es sich um einen schwerwiegenden Tatbestand handelt.
In der Vergangenheit haben Täter aus der linksextremen Szene bereits mehrfach auf Elektroautos angewiesen, um ihre politischen Ansichten zu vermitteln und eine Aufrüstung der Bundesrepublik zu verhindern. Diese Sabotageaktionen sind ein weiteres Beispiel für die zunehmende Aktivität dieser Gruppen in Leipzig.
