Bei zwei Landratswahlen in Ostdeutschland steht die Situation der SPD-Amtsinhaber unter Spannung. Im thüringischen Saalfeld-Rudolstadt versucht Marko Wolfram, der seit 2014 Landrat des Kreises ist, erneut zum Landrat gewählt zu werden.
Bei der letzten Wahl im Jahr 2020 schaffte es Wolfram bereits im ersten Wahlgang mit 58,5 Prozent. Die AfD, die bei der Bundestagswahl 2021 45,7 Prozent der Erststimmen und 44 Prozent der Zweitstimmen holen konnte, stellt Thomas Benninghaus und Wolfgang Wehr gegen Wolfram an.
Für Wolfram dürfte das SPD-Parteibuch mehr Last als Nutzen sein. Parallel dazu findet in Brandenburg im Ostprignitz-Ruppin die Landratswahl statt.
Ralf Reinhardt, der seit 2010 Landrat ist, versucht wiedergewählt zu werden. Gegen ihn treten Thorsten Arndt (AfD), Thomas Kresse (CDU, Linke und Pro Ruppin) und Ronald Mundt (Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin) an.
Die Grünen unterstützen Reinhardt, während BVB/Freie Wähler das Motto „Alle außer Ralle!“ ausgerufen haben. Zudem muss sich im sächsischen Aue-Bad Schlema zwischen Stefan Hartung (Freie Sachsen) und Marcus Hoffmann (CDU) entscheiden.
Die Wahl findet heute statt, und alle Teilnehmer der Hauptwahl können unabhängig vom Ergebnis an der Stichwahl teilnehmen. In Sachsen können alle Kandidaten bei der Stichwahl mitmachen, was die Wahlergebnisse komplexer gestaltet.
