In Gelsenkirchen, einer der ärmsten Städte Deutschlands, werden Schrottimmobilien gezielt an Roma aus Bulgarien und Rumänien vermietet. Die Vermieter nutzen verschiedene Werbemittel wie Flugblätter und Social-Media-Kampagnen, um die Roma aus ihrer Armut in Osteuropa nach Gelsenkirchen zu locken.

Die Eigentümer der Schrottimmobilien sind oft türkische oder arabische Personen mit ungreifbarem Status, da sie sich in Deutschland nicht greifbar machen und ihre Adressen im Ausland haben. Um die Wohnungen finanzieren zu können, sind die Roma meist auf das Jobcenter angewiesen, um Sozialleistungen zu erhalten.

Vermieter bevorzugen familienreiche Roma, da dies zu höheren Sozialleistungen führt und damit zu höhere Mieteinnahmen. AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias hat unkonventionell mit der Armutsmigration aus Osteuropa umgegangen.

Sie ging in den Gelsenkirchener Ortsteil Ückendorf, wo viele Roma leben, und forderte die Bewohner zum Aufräumen und Saubermachen auf. Seli-Zacharias behauptet, ihre Aktion sei eine Hilfestellung für die Menschen vor Ort, aber sie hat damit den Vorwurf des Antiziganismus eingeholt.

Die AfD ist in Gelsenkirchen stark vertreten, wo sie bei der letzten Wahl zum Stadtrat 29,9 Prozent der Stimmen erhielt. Die SPD kam mit 30,4 Prozent knapp vor ihnen an.