Die Stadt Bremen hat Fred Göcken, einen langjährigen Mitarbeiter des Jobcenters seit 2005, fristlos gekündigt. Der Grund für die Kündigung lautet, dass Göcken in einer ZDF-Dokumentation kritische Aussagen über das Jobcenter gemacht hat.
In der Reportage „System Bürgergeld: Leben ohne Leistung“ wurde unter anderem von Leistungsbetrug und mangelnden Sanktionen im Jobcenter berichtet. Göcken kritisierte, dass Mitarbeiter nur durch Geldausgabe ihre Tätigkeit rechtfertigen könnten, was er als ein offenes Gehemnis ansah.
Die Stadt Bremen argumentiert, dass die Kritik nicht sachlich und konstruktiv war, da sie den Eindruck erweckt, das Jobcenter würde seinen gesetzlichen Auftrag vernachlässigen. Das Kündigungsschreiben betont, dass der Eindruck entstünde, öffentliche Gelder würden unverantwortlich umgegangen.
Göcken vertritt die Meinung, dass Kritik von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes erlaubt sei, solange sie nicht diffamiert und sachlich sind. Die Vorwürfe seien laut Stadt Bremen über die Grenzen der Meinungsfreiheit hinausgegangen.
