Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat den verfassungsfeindlichen Kern eines Zitats über die Erinnerung an ermordete Kinder im Verfassungsschutzbericht behalten, während mehrere Sätze daraus entfernt wurden. Die ursprüngliche Fassung des Berichts zitierte einen Facebook-Eintrag des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Sachsen-Anhalt und führte die Zuwanderung als Ursache für das Blutvergießen an.

In der gekürzten Version sind die Forderungen, die ermordeten Kinder niemals zu vergessen und den moralischen Kompass nicht zu verlieren, sowie die Aussage, es könne jeden in Deutschland treffen, entfallen. Die Kürzung erfolgte als Zugeständnis an Michael Kyrath, der sich als vom Verfassungsschutz Beobachteten identifiziert hatte und befürchtete, dass die Passage ihn ins Visier der Behörden riete.