Vor dem Amtsgericht Oranienburg wurden zwei Brüder, Abdullah A. (17 Jahre) und Mohammad A., wegen schwerer Verbrechen wie Erpressung, Eingeschüchterung und Beleidigung verurteilt. Abdullah A. wurde beschuldigt, über Monate Mitschüler brutal eingeschüchtert zu haben, wobei er sie zur Herausgabe von Geld gezwungen hat.
Zwei spektakuläre Fälle aus dem September 2025 wurden besonders hervorgehoben: In einem Fall versuchte Abdullah A., gemeinsam mit einem Mittäter, sein Opfer zur Bank zu bringen, um Bargeld abzuheben; in einem anderen Fall wurde ein weiterer Jugendlicher unter Androhung von Gewalt – unter anderem mit einem Messer – zur Geldabhebung gezwungen. Mohammad A. war angeklagt, jedoch konnten schwerere Vorwürfe mangels verfügbarer Zeugen nicht weiterverfolgt werden; er wurde wegen Beleidigung, Nötigung und Widerstands gegen Polizeibeamte verurteilt.
Die Richterin betonte, dass die Geschädigten keine Schuld träfen und sie sich nicht schämen müssten. Sie kritisierte auch, dass die Brüder Angst und Schrecken verbreitet hätten, vor denen sie aus ihrer Heimat geflohen seien, in dieses Land, was die Menschen hier wütend mache.
Zusätzlich wurde erwähnt, dass eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs betont, dass deutsche Regelungen zur Kürzung von Asylleistungen gegen EU-Recht verstößen, wenn ein anderes EU-Land zuständig ist. Ein „angemessener Lebensstandard“ müsse gewährleistet bleiben.
