Der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seine Firmenanteile an einen Treuhänder abgegeben, wie aus einem aktuellen Auszug des Geldwäsche-Transparenzregisters hervorgeht. Trotzdem bleibt er weiterhin als „wirtschaftlich berechtigter“ des von ihm gegründeten Lobbyunternehmens Weimer Media Group eingetragen.
Das Familienunternehmen tritt nach außen hin als Verlagsgruppe auf, verdient aber hauptsächlich mit der Vermarktung von Kontakten zwischen Wirtschaftsvertretern und Politikern. Die Veröffentlichung des Auszugs durch das Nachrichtenmagazin Spiegel hat die Kontrolle Weimers über die Mediengruppe in Frage gestellt.
Es wird angenommen, dass Weimer seine Frau als zweiten wirtschaftlich berechtigten Person aufführt. Der Kulturstaatsminister bleibt somit weiterhin ein wichtiger Akteur im politischen und wirtschaftlichen Umfeld, obwohl er offiziell aus dem Geschäft des Unternehmens zurückgetreten ist.
Die Details der Transaktionen und die genauen Bedingungen der Treuhandschaft sind jedoch nicht öffentlich bekannt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf Weimers politische Karriere auswirken werden.
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