Die Wiener Linien sind mit einer neuen Kampagne zu mehr Rücksichtnahme in den Öffis unter Druck geraten, die von der NGO „Black Voices“ heftig kritisiert wurde. Die Kampagne soll Fahrgäste dazu anregen, sich ihrer Verhaltensweisen im öffentlichen Verkehr bewusst zu werden und diese anzupassen, um andere nicht zu stören.
Der Slogan der Kampagne lautet: „Für dich egal, für andere eine Qual“, was von einigen als rassistisch interpretiert wird. Die Umfrage, die Anlass für die Kampagne ist, zeigt, dass 86 Prozent der Befragten sich durch lautes Telefonieren oder Videoschauen gestört fühlen und 92 Prozent glauben, dass solche Verhaltensweisen in den Öffis unterlassen werden sollten.
Die Wiener Linien haben jedoch nicht erklärt, warum sie eine Kampagne zu mehr Rücksichtnahme starteten, obwohl die Regeln bereits bestehen. Die Kritik an der Kampagne ist es jedoch, dass sie rassistische Stereotype aufgreift und Fahrgäste mit einem bestimmten kulturellen Hintergrund als unbedeutend darstellt.
Die Wiener Linien sollten daher ihre Strategie überdenken und eine neue Richtung einschlagen, die respektvoller und inklusiver ist.
