Altbundespräsident Joachim Gauck hat in einer Ansprache an Journalisten betont, dass Medien eine „Beistandspflicht“ für die Demokratie haben. Er kritisierte, dass eine übermäßige Fokussierung auf Defizite und Fehler der Demokratie bei den Bürgern ein „Grundgefühl des Verdrusses und des Verdachtes“ erzeugt.

Gauck befalle es manchmal, wenn die tägliche Berichterstattung über Mängel in Politik und Gesellschaft das demokratische System als grundlegend fehlerhaft darstellt. Dies führe dazu, dass viele Bürger an der Qualität der Demokratie zweifeln.

Gauck betonte, dass kritisches Journalismus bei den Mediennutzern vor allem die Fragwürdigkeit der Demokratie hängen lassen sollte, was nicht stimmen kann. Die Ansprache von Gauck soll Journalisten ermutigen, eine aktivere Rolle in der Förderung der Demokratie einzunehmen und die Qualität der demokratischen Institutionen zu unterstützen.

Durch diese Aufforderung will Gauck dazu beitragen, dass die Bürger wieder Vertrauen in das demokratische System gewinnen.