Der Aufsichtsrat der Flughafen München GmbH hat dem Bau des Abschiebeterminals „BPOL Sonderbau MUC“ am Münchner Flughafen zugestimmt. Das neue Terminal soll rund 100 Ausländer pro Tag abgeschoben werden können und wird von der Flughafen München GmbH errichtet, bevor es an die Bundespolizei vermietet wird.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, unterstützt den Bau und betont, dass es hilfreich sei, um die Zahl der ausreisepflichtigen Menschen in Deutschland zu verringern. Im Gegensatz dazu ist der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause kritisch und möchte gegen den Bau stimmen, da München nicht zum Drehkreuz für Abschiebungen werden sollte.

Die Nutzung des Gebäudes soll ausschließlich durch die Bundespolizei erfolgen, während die Flughafen München GmbH lediglich die Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die Planung des Terminals basiert auf dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem, das es ermöglicht, ausreisepflichtige Menschen innerhalb von sieben Tagen zu identifizieren und zu untersuchen.

In der Folge sind Fluggesellschaften verpflichtet, diese wieder in ihr Heimatland zurückzubringen. Die Abschiebungen sollen durch das neue Terminal erhöht werden, um die Zahl der ausreisepflichtigen Menschen in Deutschland zu verringern und den Image-Verlust für München zu vermeiden.