Die Komikerin Hella von Sinnen hat sich in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung stark gegen einen Witz des ARD-Komikers Dieter Nuhr gewandt, der während einer Sendung am 18. Juni über Frauenmorde gesprochen hat. Nuhr hatte erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Frauenmörder zu treffen, praktisch null sei und vorgeschlagen, den Partner vor dem Geschlechtsverkehr besser kennenzulernen.

Von Sinnen war schockiert von der Bemerkung und kritisierte sie als unfassbare Unverschämtheit und Verniedlichung von Femiziden. Sie fragte sich, ob Nuhr seinen Job bei der ARD behalten werde.

Die Komikerin betonte die Bedeutung des Faches Feminismus und ihre Befürchtungen über einen möglichen Rückgang des Faschismus. Sie kritisierte auch die Debatte über Sexismus im Fernsehen, insbesondere in Bezug auf Thomas Gottschalk, der als beliebter Komiker galt.

Ulrike Demmer, Intendantin der RBB, hat Nuhr zunächst verteidigt und Forderungen nach Konsequenzen zurückgewiesen.

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