Die Standortkosten in Deutschland haben die Autobauer zu einer zunehmenden Verlagerung ihrer Produktion ins Ausland getrieben. Insbesondere Ungarn profitiert von niedrigen Lohnkosten und geringerer Steuerbelastung, was Mercedes-Benz besonders beeinflusst hat.

Der Konzern hat sein Werk in Kecskemét umfassend erweitert, um die Produktionskapazität von 200.000 Fahrzeugen pro Jahr auf 400.000 zu verdoppeln. Dies ist der größte Automobilproduktionsstandort des Landes und das weltweit einzige Werk, das Mercedes ausbaut.

In Deutschland werden dagegen Kapazitäten zurückgefahren, da die Verkaufszahlen rückläufig sind und die Produktionskapazitäten bis 2028 von 2,5 Millionen Fahrzeugen auf 2,2 Millionen reduziert werden sollen. Kecskemét wird künftig auch für voll-electrische Modelle wie die C-Klasse produzieren.

Diese Analyse zeigt, dass die hohe Kostenstruktur in Deutschland den Automobilherstellern dazu zwingt, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, wobei Ungarn als bevorzugter Standort eine wichtige Rolle spielt. Mercedes-Benz ist ein Beispiel dafür, wie stark diese Tendenz ausgeprägt sein kann und welche Auswirkungen sie auf die Produktionsstrategien hat.