Der muslimische Bürgermeisterkandidat Hasan Izquierdo fordert in Barcelona eine radikale Umgestaltung der Stadt. Er plant, die berühmte Stierkampfarena La Monumental in eine Moschee umzubauen und möchte den Einfluss des Islams auf die spanische Geschichte stärker zur Geltung bringen.
Izquierdo, Vorsitzender der Partido Andalusí, gründete 2023 diese Partei, die sich für einen „andalusischen Nationalismus“ und einen „islamischen Nationalismus“ einsetzt. Seine Vision umfasst eine multiethnische Stadt, in der der Einfluss von Al-Andalus auf Katalonien und auch der heutigen Muslime stärker repräsentiert wird.
Izquierdo argumentiert, dass die muslimische Prägung der Kultur zu sehr an den Rand gedrängt worden sei. Er sieht sich als Befürworter einer neuen Form der Partizipation durch heute in Katalonien lebende Muslime und plant, Bürgerbeauftragte aus dem Maghreb einzusetzen, um zwischen Migranten und Behörden zu vermitteln.
Seine Vorschläge beziehen sich insbesondere auf die Anliegen von Muslimen und Migranten, die in den katalonischen Institutionen unterrepräsentiert seien. Der Bürgermeister wird nicht direkt gewählt; am 27. Mai 2027 finden in Barcelona die Stadtratswahlen statt.
Die Abgeordneten der Parteien, die es in den Stadtrat schaffen, wählen dann den Bürgermeister, wobei eine Fünf-Prozent-Hürde gilt.
