Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat einen neuen Bundesvorsitzenden gewählt, Wolfgang Kubicki. Allerdings zeigte sich, dass nur knapp 60 Prozent der FDP-Mitglieder hinter ihm stehen, während die Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit 40 Prozent Unterstützung eine starke Position behauptet hat.
Dies führt zu einer zerrissenen Partei und verstärkt den Konflikt zwischen den Liberalen und denen, die sich mit dem grün-roten Konsens arrangiert haben. Thomas Kemmerich, der Thüringer Kurzzeit-Ministerpräsident, riet Strack-Zimmermann und ihren Unterstützern, die FDP zu verlassen und sich der EU-Kleinstpartei Volt anzuschließen.
Trotz des fehlenden Gegenkandidaten erreichte Kubickis Generalsekretär Martin Hagen weniger Zustimmung als sein Bundesvorsitzender. Strack-Zimmermann sah in diesem Ergebnis einen Sieg, da sie nun weiß, dass es 60 zu 40 steht und sie fordert Verbindungskraft von Kubicki.
