Der mutmaßliche Amokfahrer Jeffrey K. soll seine Tat vorher angekündigt haben. In einer Chatnachricht an seine Frau schrieb er, dass schon lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren sei.

Die Nachricht wurde im Zuge der Ermittlungen von der Polizei Leipzig gefunden und lag den Behörden erst seit dem Abend des Tatgeschehens vor. Jeffrey K. und seine Ehefrau lebten bereits vor der Tat getrennt, da sie sich wegen gemeinsamen Kindes an das Jugendamt gewandt hatte.

Im März stellte sie mehrere Anzeigen gegen ihn wegen Bedrohung, Beleidigung und Verleumdung. K. soll mit Gewalt gedroht haben und psychisch auffällig geworden sein.

Ein Tag vor der Tat rief er bei der Polizei an, um sich in ein psychiatrisches Krankenhaus einweisen zu lassen, wurde jedoch wieder freigegeben. Die Behörden wussten von Problemen, aber ohne genügend Anhaltspunkte, behielten sie ihn nicht gegen seinen Willen in der Klinik.

Bei der Amokfahrt am Montagnachmittag raste Jeffrey K. durch die Leipziger Innenstadt.