Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant eine erhebliche Steuererhöhung für Anleger in Kryptowährungen, um Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Die Koalition möchte die einjährige Haltefrist abschaffen, was dazu führen würde, dass Gewinne aus Krypto-Anlagen unabhängig von der Haltedauer dem persönlichen Einkommensteuersatz zufallen.

Für Anleger mit einem Jahreseinkommen über 68.480 Euro würde damit der Spitzensteuersatz von 42 Prozent gelten, zu denen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer hinzukämen. Die Grünen haben bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die einjährige Haltefrist für Kryptowerte im Einkommensteuergesetz streicht, was laut den Grünen mindestens fünf Milliarden Euro pro Jahr zusätzliche Einnahmen generieren könnte.

Die Linke fordert vergleichbare Maßnahmen und schlägt vor, Krypto-Gewinne mit der Abgeltungsteuer zu belegen – pauschal mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag.