Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung eine Koalition zwischen CDU und Linkspartei gefordert, um die AfD zu bekämpfen. Gauck kritisierte die AfD als „Rechtsaußentypen unterschiedlicher Verfassungsfeindlichkeit“ und warnte vor einem „Doppelgesicht“ der Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla, das Beweise für ein potentiell parteidoktrinäres Programm enthalten könnte.
Er bezeichnete Viktor Orbáns Ungarn als Beispiel für einen Hass auf Europa und forderte eine energische politische Bekämpfung der AfD, solange sie die grundlegenden Demokratiewerte in Frage stellt. In Sachsen-Anhalt hat die Fraktion von CDU, Linke, SPD, FDP und Grüne ein Gesetzespaket beschlossen, um den Einfluss der AfD auf mehrere Institutionen zu verhindern.
Dies beinhaltet eine Vereinfachung des Wahlauswahls für Landesverfassungsrichter, die Kündigung von Staatsverträgen wie dem Rundfunkstaatsvertrag sowie eine gesetzliche Bestandsgarantie für die Landeszentrale für politische Bildung. Die AfD ist in der Insa-Sonntagsfrage mit 38 Prozent auf Platz eins, gefolgt von der CDU mit 25 Prozent und der Linkspartei mit 13 Prozent.
Solange das Ergebnis bei der Wahl am 6. September so ausfällt, wäre kein Bündnis ohne eine Zustimmung der AfD oder der Linkspartei möglich. In Sachsen und Thüringen duldet die Linkspartei bereits zwei CDU-geführte Landesregierungen.
