Die CDU in Sachsen-Anhalt steht vor einer schwerwiegenden Parteikrise, da immer wieder erwogen wird, durch die Tolerierung der Linkspartei zu regieren. Innen gibt es jedoch starke Widerstände gegen diese Option.
Stattdessen wird innerhalb der CDU-Abgeordneten bereits über eine mögliche Spaltung und Kooperation mit der AfD gesprochen. Laut Informationen des Focus könnten sechs bis zwölf Abgeordnete nach der Landtagswahl aus der Partei austreten, um gemeinsam mit der AfD eine sogenannte „Gestaltungsmehrheit“ zu ermöglichen.
Diese Gruppe würde den AfD-Politiker Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten wählen müssen – ein Schritt, der für Kritiker als hohe Hürde gilt. Die CDU-Fraktion im Landtag verfügt aktuell über 40 Abgeordnete, während die Umfragen zeigen, dass die AfD mit 41 Prozent deutlich vorn liegt und die CDU auf 23 Prozent kommt.
Ohne Unterstützung durch andere Parteien wäre eine CDU-geführte Regierung kaum arbeitsfähig. Die CDU-Landesgeschäftsführer Mario Karschunke weist offiziell Spekulationen über eine mögliche Spaltung zurück, aber die Ausgangslage ist schwierig.
