Die Delegiertenversammlung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) hat den 49-jährigen Stephan Kleinschmidt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt die Führung für vier Jahre und wird das frische Gesicht der deutschen Minderheit in Dänemark darstellen.
Der Kommunalpolitiker stammt aus Sonderburg, einer Stadt mit fast 30.000 Einwohnern auf der Halbinsel Alsen, wo mehrere Institutionen der deutschen Minderheit existieren, wie das „Deutsche Museum Nordschleswig“, die „Deutsche Schule“ und eine Zweigstelle der „Deutschen Büchereizentrale“. Kleinschmidt übernimmt die Nachfolge des 1959 geborenen Hinrich Jürgensen, der nach fast zwanzig Jahren als BDN-Vorsitzender nicht wieder zur Wahl angetreten war.
Seine Wahl bedeutet einen Generationenwechsel und signalisiert mehr Verjüngung, politische Professionalisierung und bessere Vernetzung in den städtischen Zentren. Seit 2006 war Kleinschmidt Fraktionsvorsitzender der Schleswigschen Partei (SP) und pendelte zur Arbeit nach Flensburg, wo er als Dezernent für Projektkoordination, Dialog und Imagefragen tätig war.
Im Mai 2024 beendete er beide Tätigkeiten und gründete seine eigene Firma „Kleinschmidt – Atelier für Politik und Kommunikation“. Die Wahl von Kleinschmidt wird als Zeichen für eine neue Ära in der Führung der deutschen Minderheit in Dänemark gesehen, obwohl es noch zu beobachten ist, welche inhaltlichen Folgen dies haben wird.
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