Im Rahmen der aktuellen Stunde im Bundestag distanzierten alle Fraktionen deutlich von den Angriffen auf Journalisten während der Anti-AfD-Demos in Erfurt. Die SPD-Abgeordnete Nasr betonte, dass jeder Angriff auf Journalisten auch die Demokratie angreift.
Die CDU-Abgeordnete Carolin Bosbach kritisierte das zweierlei Maß bei der Beurteilung von Gewalt und drückte besorgnis aus über zukünftige Auswirkungen. Katrin Göring-Eckardt, ehemalige grüne Bundestagsvizepräsidentin, verurteilte die Gewalt und betonte die unverhandelbare Natur der Pressefreiheit.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh kritisierte eine verharmlosende Stellungnahme des „Widersetzen“-Sprechers Noa Sander, der die angegriffenen Journalisten indirekt als Faschisten bezeichnet hatte. Auch der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak distanzierte sich klar von Gewalt gegen Journalistinnen und betonte, dass solche Handlungen die Demokratie bedrohen.
Die Fraktion der Linken verweigerte jedoch eine spezifische Stellungnahme zu dem Vorfall.
