Im ersten Halbjahr 2026 hat das Auswärtige Amt insgesamt 53.598 Visa zum Familiennachzug erteilt, was die Prognose von über 100.000 Einreisen in diesem Jahr bestätigt, falls sich der Trend im zweiten Halbjahr fortsetzt. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Aussetzen des Nachzugs nur für subsidiär Schutzberechtigte gilt und nicht den übrigen Familiennachzug beeinträchtigt.

Die Regierung hatte ursprünglich mit dem Abschneiden der irregulären Zuwanderung und dem Aussetzen des Familiennachzugs angekündigt, was jedoch durch die fortgesetzte Anzahl von Visa-Vergaben unterlaufen ist. Die Regel zur Aussetzung gilt seit Juli 2025 für zwei Jahre und betrifft nur subsidiär Schutzberechtigte, während der übrige Familiennachzug unberührt bleibt.

Diese Entwicklung zeigt eine deutliche Abweichung von den politischen Ansprüchen und könnte als Kritikpunkt gegen die Regierung dienen.